Intensivstation und Blitz-OP: Dortmund-Star Witsel fehlt nach häuslichem Unfall wochenlang

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Schwerer Anfang in der neuen Heimat: Die ersten Vertriebenen, die im April 1946 nach Geretsried kamen, fanden im Lager Buchberg auf der heutigen Böhmwiese eine Bleibe. Das Foto entstand im Jahr 1950, als das Lager geräumt wurde.

Das historische Foto der Woche

Geretsried erinnert an 70 Jahre Flucht und Vertreibung

Geretsried - Das Thema Flucht und Vertreibung ist aktueller denn je. In diesen Zeiten wollen die Stadt Geretsried sowie die Sudetendeutsche und weitere Landsmannschaften an die Ereignisse vor 70 Jahren erinnern.

Ende 1944 begann das letzte Kapitel des Zweiten Weltkriegs in Europa, das im Mai 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands endete. In dieser Zeit wurden mit Genehmigung der Siegermächte 14 Millionen Deutsche aus den deutschen Ostgebieten, dem Sudetenland und aus Südost-Europa aus ihrer Heimat vertrieben. Zwei Millionen Menschen, meist Kinder, Frauen und Alte, kamen zu Tode – erschlagen, ertrunken, verhungert oder als Opfer von Zwangsarbeit.

Um an diese Katastrophe zu erinnern, findet am Samstag, 26. September, um 15 Uhr eine Gedenkstunde mit Totenehrung und Kranzniederlegung am Gedenkstein vor dem Rathaus statt. Neben dem Kreisvorsitzenden der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Walter Pilz, spricht der Dritte Bürgermeister Gerhard Meinl zum Thema „70 Jahre Flucht und Vertreibung“. Musikalisch umrahmt wird die Gedenkstunde von der Gartenberger Bunkerblasmusik und dem Chor der Siebenbürger Sachsen.

Das Museum der Stadt Geretsried hat aus diesem Anlass seine Öffnungszeit um eine Stunde verlängert. Von 14 bis 17 Uhr kann die Ausstellung an der Graslitzer Straße besichtigt werden.

Auch wir wollen mit unserem historischen Foto der Woche an das Elend der Menschen von damals erinnern. Die Aufnahme zeigt zwar nicht die Ankunft der ersten Vertriebenen in Geretsried. Der erste Transport kam im April 1946. Das Foto stammt aus der Zeit um 1950, als das Lager Buchberg auf der heutigen Böhmwiese geräumt wurde. Trotzdem symbolisiert es eindrucksvoll, wie beschwerlich der Neuanfang für die Heimatvertriebenen war – ähnlich der Situation der Flüchtlinge in heutiger Zeit.

sas

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