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Immer im Einsatz: Die Freiwillige Feuerwehr Geretsried.

Freiwillige Feuerwehr Geretsried 

1. Kommandant Kagerer „relativ deutlich“ abgewählt

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Der Stellvertreter rückt in die erste Reihe: Erik Machowski wurde von seinen Feuerwehrkollegen zum 1. Kommandanten gewählt. Sein Vorgänger Martin Kagerer soll die Versammlung vorzeitig verlassen haben.

Geretsried – Nach sechs Jahren muss Martin Kagerer seinen Posten als 1. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Geretsried räumen. In der turnusmäßigen Neuwahl am Freitag hat sich Erik Machowski, bisher 2. Kommandant, durchgesetzt. „Relativ deutlich“, sagt Thomas Loibl, Pressereferent der Stadt, auf Nachfrage unserer Zeitung. Das genaue Ergebnis wurde nicht veröffentlicht.

Von 86 aktiven Feuerwehrlern gaben an dem Abend 63 ihre Stimme ab. Nachdem viele von ihnen ihrem bisherigen Kommandanten das Vertrauen nicht erneut ausgesprochen haben, soll Kagerer dem Vernehmen nach nicht bis zum Ende in der Sitzung geblieben sein.

Martin Kagerer war die vergangenen sechs Jahre Kommandant.

Der 50-Jährige bestätigt das, betont aber, nicht überstürzt gegangen zu sein. „Ich habe mich offiziell vom Bürgermeister verabschiedet und meinem Nachfolger gratuliert“, so Kagerer. Er habe am Samstag sehr früh einen Termin in Berlin gehabt und sei nur für die Wahl nach Geretsried gekommen. „Worauf hätte ich noch warten sollen?“

Kagerer übernahm im Jahr 2011 das Kommando – nach einer knappen Wahl in einer teils turbulenten Versammlung. Damals votierten 36 Wahlberechtigte für Jürgen Wohlrab und 35 für Kagerer. Wohlrab nahm die Wahl daraufhin nicht an, im zweiten Wahlgang stimmten 42 Mitglieder für Kagerer. Dass nun, sechs Jahre später, gegen ihn entschieden wurde, überrascht den 50-Jährigen nicht. „Der Kommandant einer Feuerwehr in der Größe hat große Verantwortung“, sagt Kagerer. „Man muss die Entscheidungen treffen, wenn sie zu treffen sind und stößt immer jemanden vor den Kopf.“

Kagerer habe erneut kandidiert, weil er dachte, es sei das Beste für die Feuerwehr. Außerdem hätte er es gerne nochmal gemacht, weil die nächsten Jahre ruhiger werden würden. „Die großen Arbeiten sind erledigt“, sagt der 50-Jährige. Während seiner Amtszeit sei jedes Jahr ein neues Fahrzeug beschafft und das Wechselladerkonzept auf die Beine gestellt worden. Er sei auch gut mit dem Stadtrat zurechtgekommen. Trotzdem freut sich Kagerer nun, dass „ich mein Leben zurück habe“. Er könne sich wieder ganz auf seinen Beruf als Geschäftsführer einer Medizintechnikfirma konzentrieren und seine Freizeit aktiv gestalten – mit Motorradfahren oder Segeln. Er will auch bei der Feuerwehr bleiben. „Ich habe seit sechs Jahren kein Feuer mehr gesehen, vielleicht kann ich jetzt wieder das tun, was mir von Anfang an gefallen hat.“

2. Kommandant wurde Daniel Heynig nach einer Stichwahl. Er und Machowski treten die Ämter vorbehaltlich der Bestellung durch den Stadtrat am 25. April am 1. Mai an. Letzterer will sich dann zu den Plänen für seine Amtszeit äußern.

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