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Alle guten Dingen sind fünf: Klaus Koch (stehend) will 2020 erneut in den Kreistag einziehen. Außerdem bewirbt sich der 55-Jährige wieder um das Amt des Landrats.

Kommunalwahlen 2020

100 Prozent der Stimmen: Grünen nominieren Klaus Koch zum Landratskandidaten

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Klarer kann ein Votum nicht ausfallen: Einstimmig wählten die Grünen Klaus Koch zum Landratskandidaten. Ihn beunruhigt der Klimawandel - aber nicht nur der. 

Bad Tölz-Wolfratshausen – „Würdest Du Dich bitte den Mitgliedern detailliert vorstellen. Sie wollen alles wissen, von Deinen Plänen als künftiger Landrat bis hin zu Deiner Schuhgröße.“ Mit diesen Worten übergab Barbara Schwendner, die Sprecherin der Landkreis-Grünen, am Donnerstag das Wort an Klaus Koch. Der Eurasburger war in der Aufstellungsversammlung in den Geretsrieder Ratsstuben einziger Bewerber für den Posten als Landrat bei den Kommunalwahlen im Frühjahr 2020.

Unter großem Beifall wurde Koch (55) mit 100 Prozent der Stimmen gewählt. Der amtierende stellvertretende Landrat und Fraktionssprecher der Grünen im Kreistag bedankte sich bei den Mitgliedern, dass sie ihm in all den Jahren schon geholfen hätten, „den grünen Karren durch den Landkreis zu ziehen“. Koch sitzt bereits seit 1996 für die Partei im Kreistag und strebt nun seine fünfte Periode in dem Gremium an. Der Leiter des Sonderpädagogischen Förderzentrums in Bad Tölz war zu Zeiten des „großen Waldsterbens“ zu den Grünen gestoßen: „Die Schlagzeile ,Der Wald stirbt‘ hat mir damals, kurz vor dem Abitur, viele schlaflose Nächte bereitet.“ Heute seien es in erster Linie drei Dinge, die ihn bewegen. Der Klimawandel – „hier versäumen wir derzeit, Dinge zu verhindern, die unumkehrbar sind“ – das Erstarken rechter, nationalistischer Tendenzen in Europa und die große soziale Ungerechtigkeit in Deutschland: „Es gibt eine kleine Gruppe, die extrem viel Geld verdient. Aber 18 Prozent sind in unserem Land armutsgefährdet.“

Lesen Sie auch: Das Erfolgsrezept der Grünen

Zu seinen Zielen im Landkreis gehört das von den Grünen 2005 beschlossene Programm, „dass wir bis zum Jahr 2035 nur noch so viel Energie verbrauchen, wie wir selbst in der Region erzeugen“. Obwohl hier derzeit Halbzeit sei, hake es an der Umsetzung: „Wir brauchen dazu einen Masterplan für die jährlichen zu erreichenden Schritte“, forderte Koch. Darüber hinaus soll in Sachen ÖPNV der Ausbau des Bussystems und der S 7 gefördert werden. Zudem müsse bei der Gesundheitsversorgung hierzulande darauf geachtet werden, „dass wir auch künftig beide Gesundheitsstandorte erhalten“.

Ein „richtiges Problem“ ist für den Landratskandidaten das Thema bezahlbarer Wohnraum. Er sieht es als „aktuell ganz große Herausforderung der Gesellschaft“. Da der Landkreis nicht eingreifen könne, müsse man das Thema zu den Gemeinderäten bringen, „um sie dazu zu bringen, den dringend benötigten entsprechenden Wohnraum zu schaffen“.

Außerdem beschloss die Grünen-Kreisversammlung, zur Aufstellungsveranstaltung der Kreistagskandidaten am 7. November einstimmig die Grüne Jugend stimmberechtigt zuzulassen. Zudem waren die Mitglieder dafür, aus Kostengründen nur noch per E-Mail einzuladen. Wer keine E-Mail-Adresse hat, wird postalisch informiert.

Übrigens: Klaus Koch hat Schuhgröße 47. E

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