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Japanischer Schwertkampf: Auch die Kendo-Gruppe des TuS Geretsried stellte sich beim Kinder- und Jugendtag am Sonntagnachmittag vor. 

12. Kinder- und Jugendtag 

12. Kinder- und Jugendtag: Das war geboten

39 Vereine und Organisationen stellten sich am Samstag beim 12. Kinder- und Jugendtag vor. – Sie zeigten: die Auswahl an Freizeitbeschäftigungen ist riesig in Geretsried.

Geretsried Jedes Jahr kommen neue Teilnehmer hinzu. Zum ersten Mal war heuer die Katholische Jugendstelle Bad Tölz-Wolfratshausen vertreten, die ihr Büro in Geretsried hat. Die kirchliche Jugendreferentin Silke Reusch informierte spielerisch über das Thema Mikroplastik in Gewässern. In einem Planschbecken durften die Kinder mit verbundenen Augen nach Plastikteilen angeln.

Seit Jahren Stammgast beim Kinder- und Jugendtag ist Sven Brinkmann, Jugendleiter bei den Geretsrieder Sportschützen. Bei ihm konnten Kinder und Jugendliche mit einem Lasergewehr auf eine zehn Meter entfernte Zielscheibe schießen. Durch diese Werbung gewinne der Verein jedes Mal bis zu drei junge Neumitglieder, sagte Brinkmann.

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Auch die anderen anwesenden Vereine nutzten den Tag zur Nachwuchssuche. Das Technische Hilfswerk (THW) verband das mit einem Hochwasserspiel. Man musste kleine Sandsäcke in einer Miniaturlandschaft so platzieren, dass das vorbeiströmende Wasser die Häuser nicht überschwemmte. Das war lustig und lehrreich zugleich. Am Stand der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) schminkten die Mitglieder des Jugendeinsatzteams Kinder, knüpften mit ihnen Seemannsknoten und präsentierten zwei ihrer Boote. Vor dem Mütterzentrum wurden Kieselsteine bemalt, der Pfadfinderstamm Eulen briet Stockbrot und in den Räumen des Aquarien- und Terrarienvereins unter der Stadtbücherei waren Fische und Reptilien zu bewundern.

Veronika Landherr aus Wolfratshausen zeigte sich begeistert von dem Aktionstag. Sie und ihr Mann waren mit einer befreundeten Familie aus Gelting und insgesamt fünf Kindern im Alter von einem bis sechs Jahren gekommen. „Es ist für jeden etwas dabei“, meinte Landherr. Ihrer Tochter Johanna (4) gefiel am besten das Reiten auf den Ponys vom Stall „Dein Ponyhof“ in Dorfen.

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Großen Anklang fand besonders bei den Mädchen die Dogdance-Vorstellung der Hundesportfreunde Königsdorf. Marie Kassners Border-Collie „Alejandro“ tanzte im Takt, vollführte Seitwärtsrollen auf dem Rasen des Sportplatzes und sprang über die ausgestreckten Arme seines Frauchens. Weitere Vorführungen gab es von den Cheerleadern der Mittelschule, von der Tanz- und Kunstschule TAKT und von der Kendo-Gruppe des TuS.

Organisiert hatten den Familientag wie immer der Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit (TVJA) sowie die Stadt Geretsried. Vereinsgeschäftsführer Rudi Mühlhans freute sich, dass der Tag „immer internationaler wird“. Unter den Jugendlichen befanden sich etliche Asylbewerber. Vom TVJA hatte sich heuer die Praktikantin Nabila Salih federführend um die Zusammenstellung des Programms gekümmert. Unterstützt wurde sie von Stadtjugendpflegerin Christina Metz. Nach zwölf Jahren sei der Kinder- und Jugendtag mittlerweile ein Selbstläufer, sagt Mühlhans – und eine absolute Bereicherung für Vereine wie Besucher.

Tanja Lühr

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