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Erst naschen, dann Zähne putzen: Auch über den Beruf der zahnmedizinischen Fachangestellten konnten sich die Realschüler am Freitagvormittag informieren. 

48 Betriebe beteiligen sich 

Berufsinfotag: Azubis werben um Azubis

Von A wie Altenpfleger bis Z wie Zahnarzthelferin: Eine Fülle an Berufen konnten die Realschüler der achten bis zehnten Klassen am Freitagvormittag beim Berufsinfotag kennenlernen.

Geretsried – 48 Ausbildungsbetriebe präsentierten sich beim Berufsinformationstag der Schule an Ständen in der Aula und in der Mensa. Bereits zum sechsten Mal hat der Förderverein zusammen mit dem Elternbeirat diese Veranstaltung organisiert. Die Firma Weber Schraubautomaten aus Wolfratshausen hat eine kleine CNC-Fräsmaschine mitgebracht. Junge Auszubildende zum Zerspanungsmechaniker zeigen den interessierten Schülern, wie man eine Gravur erst einprogrammiert und dann von der Maschine in eine Metallplatte ritzen lässt. Sechs Lehrlinge wird Weber laut Ausbildungsleiter Werner Spät im September einstellen. Der Betrieb nutzt wie seit vielen Jahren auch heuer die Gelegenheit zur Nachwuchswerbung an der Realschule.

Pflegebereich auch für Jungs eine Option

Mit gleich 20 Azubis möchte das Möbelhaus XXXLutz im September in Wolfratshausen starten. Zwei Mitarbeiter informieren in der Aula über die Möglichkeiten, sich zum Kaufmann, Raumausstatter, Holzmechaniker oder Koch bei XXXLutz ausbilden zu lassen. Um die Jungs auf den Beruf des Altenpflegers aufmerksam zu machen, hat sich Birgit Pauli-Lommer vom Demenz-Zentrum der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Wolfratshausen etwas Besonderes ausgedacht. Sie verteilt diskret verpackte Kondome mit AWO-Logo. „Im Pflegebereich sind leider immer noch überwiegend Frauen tätig“, sagt Pauli-Lommer. Als ein Schüler sich nach dem Verdienst erkundigt, antwortet sie ihm, das Einstiegsgehalt sei mit 2480 Euro brutto plus Schichtzuschlägen nicht so schlecht.

Betriebe empfehlen Schnupperpraktikum

Natürlich interessiert bei der Jobwahl das Gehalt. Doch die Mädchen und Buben haben sich mit jeder Menge anderer Fragen auf den Tag vorbereitet. Sie erkundigen sich nach dem erforderlichen Notendurchschnitt, den Arbeitszeiten, der Berufsschule und den Aufstiegschancen. Manche haben ganz gezielte Fragen. Ein Mädchen möchte zum Beispiel wissen, worauf es bei einer Lehre zur Hörakustikerin ankommt. Eric Wandke, Filialleiter bei Hörgeräte Seifert, antwortet, man sollte in Biologie gut sein und etwas für Technik übrig haben. Außerdem sei ein kommunikatives Wesen im Umgang mit den Kunden wichtig. Die Vertreter der Hotellerie- und Gastronomiebranche haben einen „Azubi-Bewerberknigge“ mitgebracht, der immer nützlich ist, die Vertreter des Metzgerhandwerks Leberkäs zum Probieren. Um sich ein Bild vom Berufsalltag machen zu können, empfehlen die meisten Firmen- und Unternehmensvertreter ein Schnupperpraktikum. Es sollte mindestens einer Woche, gerne auch länger dauern. 

Von Tanja Lühr

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