+
Ein rettender Engel: Die Gesundheitsministerin der Toskana, Stefania Saccardi, dankt Dr. Hans-Wolfgang Tyczka.

50 Jahre nach der Flutkatastrophe in Florenz

Tyczka rettet Kunstschätze - Toskana sagt Danke

Zum 50. Jahrestag der Flutkatastrophe in Florenz dankte die Region Toskana dem Unternehmer Dr. Hans-Wolfgang Tyczka. Seine Firma half damals mit, unschätzbare Kunstwerke zu retten.

Geretsried/Florenz– Im November 1966 erlebte die italienische Stadt Florenz eine der schlimmsten Flutkatastrophen in ihrer Geschichte. Die Schlammmassen, die mit dem Fluss Arno in die Stadt geschwemmt wurden, beschädigten zahlreiche Kunstschätze. Das viele davon gerettet werden konnten, ist auch das Verdienst der Geretsrieder Firma Tyczka. Dafür wurde dem Inhaber Dr. Hans-Wolfgang Tyczka jetzt eine besondere Ehrung zuteil.

Trotz seiner bald 91 Jahre reiste Tyczka im November zum Welt-Flüssiggas-Kongress nach Florenz. Seine Anwesenheit nutzte die Gesundheitsministerin der Region Toscana, Stefania Saccardi, um ihm persönlich für sein Engagement bei der Flutkatastrophe vor 50 Jahren zu danken. In den prachtvollen Räumen der „Regione Toscana“ erhielt Tyczka im feierlichen Rahmen als Auszeichnung einen silbernen Pegasus – das Symbol der Region Toskana – sowie einen großen Bildband.

Nach den Worten von Ministerin Saccardi gab es für Florenz zwei wichtige Epochen: Die Zeit, in der viele weltbekannte Künstler in die Stadt kamen, um Gemälde und Fresken zu schaffen. Und die Zeit nach der Flutkatastrophe, als viele „rettende Engel“ halfen, diese kulturellen Schätze wiederherzustellen – darunter die Firma Tyczka. Viele Gebäude und deren Mauern hatten sich in Folge der Überschwemmung mit Öl, Schlamm und Wasser vollgesogen. Das Unternehmen Tyczka entwickelte in Zusammenarbeit mit Professor Dr.-Ing. Massari von der Universität Florenz vor Ort ein spezielles, patentiertes Verfahren zur Trocknung der unersetzlichen Fresken und Wandmalereien. Dreieinhalb Jahre wirkte das Geretsrieder Unternehmen maßgeblich daran mit, einzigartige Kunstschätze von Michelangelo und anderen berühmten Künstlern dieser Epoche fachmännisch zu restaurieren und zu erhalten.

Erst kürzlich würdigte auch Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer in einem Schreiben dieses Engagement: „Tyczka hat sich damit nicht nur in den Chroniken der deutschen Energiewirtschaft, sondern auch im großen Buch der europäischen Kunst eingetragen.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Landtagsvorsitzender beharrt auf harter Linie in der Asylpolitik
„Es geht jetzt um die Wurscht in diesen letzten Tagen vor der Bundestagswahl“, sagte der Landtagsvorsitzende Thomas Kreuzer im Gasthof Geiger und beharrt auf der harten …
Landtagsvorsitzender beharrt auf harter Linie in der Asylpolitik
Causa Loisachhalle: Bürgermeister zieht Schlussstrich
Exakt 13 Minuten nahm Bürgermeister Klaus Heilinglechner in der Stadtratssitzung am Dienstagabend Stellung zur causa Loisachhalle/Wirtshaus Flößerei. Für echte …
Causa Loisachhalle: Bürgermeister zieht Schlussstrich
Neuer Glanz für‘s „Arme-Leute-Haus“
Das „Arme-Leute-Haus“ am Untermarkt 29 ist in die Jahre gekommen. Jetzt wird es saniert. Im Erdgeschoss soll wieder ein Geschäft einziehen
Neuer Glanz für‘s „Arme-Leute-Haus“
Namensproblem bei AfD-Kandidat: Stimmzettel bleiben gültig
Liegt im Fall um den Namen des AfD-Kandidaten Constantin Prinz von Anhalt ein strafbares Verhalten vor? Vermutlich noch vor der Bundestagswahl soll das geklärt sein. Bis …
Namensproblem bei AfD-Kandidat: Stimmzettel bleiben gültig

Kommentare