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„Unbezähmbare Lebensenergie“: Miriam Klepper baute aus Holz einen großen Pegasus.

Kreativ und ausdauernd

Achtklässler der Waldorfschule zeigen Projektarbeiten

Geretsried – Zehn Minuten freier Vortrag vor 150 Besuchern: Ihren großen Auftritt hatten die Achtklässler der Freien Waldorfschule Isartal an zwei Abenden in der Schulaula am Malvenweg. Vor  Eltern, Lehrern und Mitschülern präsentierten sie ihre Projektarbeiten.

Welches Thema begeistert 13- bis 14-jährige Schüler so, dass sie sich mehr als ein halbes Jahr intensiv damit beschäftigen? Ganz klar, ein Thema, das sich die Jugendlichen selber aussuchen dürfen und das der Mühe wert ist. Die vorgestellten Arbeiten waren so vielfältig wie die Persönlichkeiten der Schüler selbst. Dazu gehörten Schmuck- und Töpferarbeiten, das Schreinern einer Holzbank, der komplette Bau einer Boulder-Wand zum Klettern sowie die Aufnahme und Produktion eines Musikalbums mit modernster IT-Technik.

Von der ersten Planung über die Beschaffung der Materialien bis hin zur Umsetzung – die Schüler erfahren im Verlauf des Projekts Höhen und Tiefen. Jeder Arbeitsschritt wird unter Verwendung von Fotos, Videos und Powerpoint-Präsentationen dokumentiert. „Die Projektarbeit und insbesondere die Präsentation ist ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts an Waldorfschulen“, erklärt Pressesprecherin Martina Backhaus-Hennemann. Die Arbeit umfasst einen schriftlichen Teil, eine zirka 20-seitige handgeschriebene Ausarbeitung, sowie einen umfangreichen praktischen Teil, der abhängig vom gewählten Thema stark variiert. Ein selbst gewählter Mentor unterstützt die Schüler darin, ihr Ziel zu erreichen.

Miriam Klepper beispielsweise hatte einen großen Pegasus aus Holz gebaut. „Ein Pegasus bedeutet für mich eine ungeheure Kraft, eine einzigartige Freiheit und eine unbezähmbare Lebensenergie“, erklärte die Achtklässlerin und strahlte genau diese Lebensenergie aus. Nach dem Vortrag zeigten die Schüler an Ständen weitere Details ihrer Projektarbeiten und beantworteten Fragen. Die Besucher waren begeistert von den Leistungen der Jugendlichen und deren Durchhaltevermögen.

red

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