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Welche Farbe darf es sein? Auch die Kinder waren in die Verschönerungsaktion eng eingebunden.

Stadtteil Stein

„Actors of Urban Change“ trägt Früchte

Anwohner verschönern den Treffpunkt am Osterseeweg. Ein rumänischer Architekt unterstützt sie dabei.

Geretsried Der Osterseeweg in Stein ist keine Durchfahrtsstraße, sondern vielmehr eine Spielstraße für Kinder, wenn auch nicht offiziell so ausgewiesen. Besonders in der warmen Jahreszeit sind dort immer 15 bis 20 Mädchen und Buben anzutreffen. „Als Einjährige hat meine Tochter auf dem Weg laufen gelernt, später Dreirad- und Fahrradfahren, und heute, mit acht Jahren, probiert sie hier ihre neuen Inline-Skates aus“, erzählt Marion Wagner. Sie wohnt seit sieben Jahren mit ihrem Mann Silvio in einem der Baugenossenschafts-Wohnblöcke am Osterseeweg. Am Samstag hat das Ehepaar im Rahmen des Programms „Actors of Urban Change“ geholfen, den Platz etwa auf halber Höhe des Wegs zu verschönern.

Er ist ein beliebter Treffpunkt für die Mütter des Viertels. „Wir ratschen, während wir nebenbei auf unsere jüngeren Kinder auf dem Spielplatz schauen. Manchmal bringt jemand einen Kaffee mit“, erzählt Marion Wagner. Während sie am Samstag gemeinsam mit Karin Gottsmann für das Kinderprogramm sorgt, befreit ihr Mann Silvio mit dem Hochdruckreiniger die steinernen Sitzbänke und Gehwegplatten vom Moos der vergangenen Jahre. Die Bänke, die rund um den kleinen Aufenthaltsplatz stehen, sollen Holzbretter als Auflage erhalten, damit man wärmer und bequemer sitzt. Insgesamt soll der Treff auf Wunsch der Anwohner freundlicher werden.

„Es wäre schade, einen so schön ruhig und doch zentral gelegenen Platz ungenutzt zu lassen“, sagt Martina Roth von der Baugenossenschaft. Sie nimmt an dem Aktionsnachmittag Vorschläge für neue Spielgeräte und andere Verbesserungen entgegen. Unterstützung bekommen Martina Roth und Quartiersmanagerin Dagmara Sosnowska von einem Gast aus Cluj-Napoca (Kronenberg) in Rumänien. Silviu Medesan, von Beruf Architekt, packt bei den Arbeiten mit an. Auch seine Stadt wurde für das Projekt „Actors of Urban Change“ ausgewählt. In Cluj, dem größeren von zwei Stadtteilen, werde eine Grünanlage zum Park und zur Begegnungsstätte für die Bevölkerung aufgewertet, erzählt Medesan. Er und seine Mitstreiter hätten dort schon eine Bühne aufgebaut sowie Stühle und Tische selbst gezimmert.

Dagmara Sosnowska bedauert, dass das von der Robert-Bosch-Stiftung finanzierte Programm „Actors of Urban Change“ (Gestalter städtischer Veränderungen) heuer nach zwei Jahren ausläuft. Jeweils für diesen Zeitraum werden von der Bosch-Stiftung eine nachhaltige und partizipative Ortsentwicklung durch Verschönerungsmaßen, Kultur und Begegnung in ausgesuchten Städten und Stadtteilen Europas gefördert. Die Teilnehmer besuchen sich gegenseitig und tauschen sich untereinander aus.

„Gerade hat unsere Kooperation begonnen Früchte zu tragen“, sagt Sosnowska, die selbst ins russische Krasnojarsk gereist war. Man wolle auch nach Beendigung des Projekts mit den anderen „Actors“ in Kontakt bleiben, kündigt sie an. Die Verschönerung Steins wird seitens der Stadt mit Fördermitteln des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ weiter vorangetrieben. Das große Ziel neben vielen kleineren ist der Bau eines Bürgerhauses in dem Ortsteil.

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