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Ein erstes Teilstück wurde vergangenes Jahr saniert.

Für rund 274.000 Euro

Adalbert-Stifter-Straße wird komplett saniert

Geretsried - Ein erstes Teilstück wurde vergangenes Jahr saniert. Nun wird die Adalbert-Stifter-Straße auf der gesamten Länge abgefräst und neu asphaltiert.

Bei einer Gegenstimme (Arthur Wolfseher, SPD) vergab der Bauausschuss diese Woche den Auftrag an den wirtschaftlichsten Bieter, die Firma Wadle-Bau aus Altheim. Weil sich die Kosten auf mehr als 274 000 Euro belaufen, muss am Dienstag noch der Stadtrat zustimmen. Die Arbeiten sollen in den Sommerferien erledigt werden.

Ursprünglich waren die Kosten für die Maßnahme auf 350 000 Euro geschätzt worden. Dass das Ausschreibungsergebnis nun sehr viel günstiger ausgefallen ist, dürfte an den derzeit niedrigen Ölpreisen liegen. „Wir müssten eigentlich asphaltieren, was das Zeug hält“, sagte Jan Klinger vom Bauamt. An der Adalbert-Stifter-Straße werden immerhin 9000 Quadratmeter Fahrbahn erneuert, zudem weite Teile der Gehwege und der Bordsteine.

Was passiert mit den Pflastern an den Nebenstraßen?

CSU-Stadtrat Ewald Kailberth wollte wissen, was mit den „nicht rollerfreundlichen“ Aufpflasterungen an den Einmündungen in die Nebenstraßen passiert. „Wir hatten doch besprochen, dass wir das zurückfahren wollen“, erinnerte er an eine Grundsatzdiskussion im Stadtrat (wir berichteten). Dazu erklärte Klinger, dass man erst im Vorjahr drei Einfahrten neu gepflastert habe. Sechs Wochen mussten sie damals austrocknen. Bauamtsleiter Jochen Sternkopf wollte sich nicht vorstellen, was die Bürger sagen, „wenn wir die Pflastersteine jetzt wieder rausreißen“.

Hauptschlagader durch Fahrradstreifen verengen?

Sternkopf ist nach eigenen Worten „ein Verfechter der Pflaster“, weil sie Haupt- und Nebenstraßen optisch voneinander abgrenzen. Ob sich dies auch anders lösen lässt, darüber will der Ausschuss in einer der nächsten Sitzungen diskutieren. Dann kommt auch der Vorschlag von Arthur Wolfseher auf den Tisch, auf der Adalbert-Stifter-Straße Fahrradstreifen zu markieren. „Für Fußgänger und Radfahrer ist der Gehweg zu schmal“, erklärte der SPD-Stadtrat. Laut Klinger würde sich durch die Streifen die Fahrbahn auf fünf Meter verengen – „für 18 000 Fahrzeuge am Tag“, rechnete er vor.

„Die Adalbert-Stifter-Straße ist die Hauptschlagader für den Nord-Süd-Verkehr“, ergänzte CSU-Bürgermeister Michael Müller und verwies auf den bestehenden Radweg durch den Stadtwald. „Ich gebe zu bedenken, ob wir die Hauptschlagader verengen wollen.“

Sabine Schörner

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