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Die Alternative für Deutschland (AfD) will in Geretsried für sich und ihre Ziele werben. 

Was ist der richtige Umgang mit Rechtspopulisten?

AfD plant Kundgebung in Geretsried

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Geretsried - Der Kreisverband Oberbayern-Süd der Alternative für Deutschland (AfD) plant eine Kundgebung auf dem Neuen Platz in Geretsried. Dagegen regt sich Widerstand.

Für Samstag, 12. März, hat sich zwischen 14 und 16 Uhr die rechtspopulistische Partei mit einem Vertreter der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) unter der Überschrift „Das Oberland steht auf“ angekündigt. Der AfD-Kreisvorsitzende Mario Buchner aus Königsdorf lädt auf der Partei-Homepage ein zur Demonstration „für einen deutschen Rechtsstaat und eine parlamentarische Demokratie“. Die AfD fordert: „Zurück zu Recht und Ordnung! Nein zu Kanzlerherrschaft und Moraldiktatur!“

Der Bürgermeister will die Kundgebung nicht überbewerten

Geretsrieds Bürgermeister Michael Müller bestätigt auf Nachfrage unserer Zeitung, dass die Kundgebung vom Landratsamt genehmigt und mit dem Ordnungsamt der Kommune abgestimmt ist. „Mir macht die Veranstaltung Sorge. Ich will sie aber nicht überbewerten“, erklärt er. Einen Nährboden für rechtspopulistisches Gedankengut sieht Müller in Geretsried nicht: „Wir haben hier so viele hilfsbereite Menschen, die sich für Asylbewerber einsetzen. Die werden sich nicht einschüchtern lassen.“ Die Geretsrieder CSU will sich laut ihrem Ortsvorsitzenden Ewald Kailberth nicht an einer Gegendemonstration beteiligen, um der AfD „keine unnötige Aufmerksamkeit zu schenken“. Man wolle die Kundgebung jedoch „kritisch beobachten“.

Die Freien Wähler planen einen Gegendemonstration

Die Geretsrieder Freien Wähler (FW) wollen die Kundgebung nicht ignorieren. Das kündigte Fraktionssprecher Robert Lug am jüngsten FW-Stammtisch an. Man plane eine Gegendemonstration: „Ich will auf keinen Fall, dass solche Leute politische Verantwortung übernehmen.“ Lug zeigte sich vor allem über die Aussagen der stellvertretenden AfD-Vorsitzenden Beatrix von Storch entsetzt, die an den Grenzen auf Flüchtlinge schießen lassen wollte. Lug sagte, Mitglieder des Stadt- und des Kreistags sowie Vertreter der Kirchen hätten ihre Teilnahme an der Gegenveranstaltung zugesagt. Auch die Antifaschistische Informationsstelle Aida ruft ihre Anhänger im Internet zum Kommen auf. Allein FW-Stammtisch-Gast Jochen Pelz sagte, er sei nicht für irgendwelche Gegenaktionen: „Wir sollten uns erst einmal anhören, was die zu sagen haben.“

Auch die SPD will dagegen halten

„Als demokratische Partei müssen wir dagegenhalten“, stellte der Kreisvorsitzende der SPD, Wolfgang Werner, in der vergangenen Woche in der Mitgliederversammlung des Wolfratshauser Ortsvereins fest. Er führe aus diesem Grund Gespräche mit Vertretern anderer Parteien. Werner geht von einem „breiten Bündnis“ aus, das einen Gegenpol zur Kundgebung der Rechtspopulisten bilden werde.

Die AfD will keinen Krawall, sagt ihr Vorsitzender

AfD-Funktionär Buchner rechnet mit rund 500 Personen, die an der Veranstaltung teilnehmen werden. Warum fiel die Wahl auf Geretsried? „Wir wollen unsere Aktivitäten in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach verstärken – und Geretsried ist eine der großen Städte in der Region“, erklärt der 47-Jährige. Buchner war nach eigenen Angaben Mitglied der CDU Rheinland-Pfalz. Seit 2007 lebt der Geschäftsführer einer Firma aus der Gesundheitsbranche in Königsdorf. Ihm ist wichtig: „Wir wollen keinen Krawall. Ich wünsche mir eine friedliche Veranstaltung, von der jeder Teilnehmer gesund wieder nach Hause geht.“

Tanja Lühr mit

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