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Baumhasel-Pflanzer: (v. li.) Re vierförster Sebastian Schlenz, Geretsrieds Umweltreferentin Inken Domany und Dr. Muhidin Seho (ASP) bei der Anlage der Versuchsfläche im Stadtwald. 

Aktiv gegen den Klimawandel

Neue Bäume im Geretsrieder Stadtwald: Gegen die Klima-Erwärmung

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Aktiv gegen den Klimawandel: Das AELF Holzkirchen und das Amt für forstliche Saat- und Pfalnzenzucht pflanzten kürzlich Baumhaseln im Geretsrieder Stadtwald.

Geretsried – Während bei der Klimakonferenz in Bonn sich Politiker und Wissenschaftler die Köpfe heißredeten, wie sich die Erderwärmung stoppen oder zumindest verlangsamen lässt, forschte das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Holzkirchen (AELF) im Geretsrieder Stadtwald aktiv gegen den Klimawandel. Die Behörde organisierte eine Versuchspflanzung von rund 150 Baumhaseln. „Eine Baumart, die in den Gegenden Europas gedeiht, in denen jetzt schon unser prognostiziertes Klima für das Jahr 2100 herrscht“, erklärt Sebastian Schlenz, als Revierförster des AELF zuständig für den Stadtwald.

Glaubt man den Prognosen der Experten, soll es künftig noch wärmer und im Sommer trockener werden. Gerade auf den hiesigen trockenen Kiesböden kommen laut Schlenz viele heimische Baumarten wie die Fichte „bereits jetzt an ihre Grenzen“. Die Windwürfe und der zunehmende Borkenkäferbefall in der Region zeigten ein eindeutiges Bild. Es gelte daher rechtzeitig zu untersuchen, welche Möglichkeiten die Waldbesitzer für ihre Bestände haben.

Baumhasel gilt als Art der Zukunft

Wissenschaftler Dr. Muhidin Seho vom Bayerischen Amt für forstliche Saat- und Pflanzenzucht (ASP) in Teisendorf beschäftigt sich aktuell mit der Frage, ob sich alternative Baumarten aus wärmeren Regionen Europas für den Anbau in Bayern und Baden-Württemberg eignen. Die Baumhasel gilt als eine der vielversprechenden Arten der Zukunft. Für das „CorCed-Projekt“ sucht derzeit das ASP bayernweit nach geeigneten Versuchsflächen. „Gleich vorweg: Es geht nicht um großflächigen Anbau einer neuen Baumart in Bayern, sondern darum, ob und wie sich die Baumhasel im gemischten Wald integrieren lässt“, erklärt Seho. Im etwa 30 Hektar großen städtischen Wald nördlich von Geretsried legten ASP und AELF deshalb eine der 600 Quadratmeter großen Versuchsflächen unter wissenschaftlich kontrollierten Bedingungen an. Inken Domany vom städtischen Umweltamt begrüßt die Aktion: „Wir sind stolz, von städtischer Seite einen Beitrag zur Erforschung dieser tollen Baumart zu leisten.“

Die Experten kontrollieren die Versuchsfläche regelmäßig. „Ob der Anbauversuch ein Erfolg sein wird, wird erst die Zukunft in 50 Jahren zeigen. Aber dazu müssen wir heute beginnen“, so die Beteiligten.

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