Ein Schild mit dem Logo des Discounters Aldi Süd.
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Ein Schild mit dem Logo des Discounters Aldi Süd. (Symbolbild)

„Wir brauchen in Geretsried einen zweiten Standort“

Aldi will noch heuer eine neue Filiale an der Sudetenstraße eröffnen

  • Sabine Schörner
    vonSabine Schörner
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Noch in diesem Jahr will Aldi an der Sudetenstraße eine neue Filiale eröffnen. Die Pläne in der „Neuen Mitte“ bleiben davon unberührt.

Geretsried – Am Montag wurde im früheren Netto-Markt an der Sudetenstraße 68 eine Corona-Schnelltest-Station eröffnet. In diesem Zusammenhang wurde bekannt, dass Aldi dort eine Filiale eröffnen will – es wäre der zweite Standort in Geretsried.

Auf Nachfrage bestätigt Justus Rehn, dass Aldi Süd das rund 5000 Quadratmeter große Grundstück an der Sudetenstraße Ende 2020 erworben hat. „Aktuell planen wir, im Spätsommer oder Herbst mit der Revitalisierung des Standorts zu beginnen“, erklärt der Leiter der Immobilien-Projektentwicklung für die Metropolregion München. Dazu werde das bestehende Gebäude grundlegend erneuert. „Die Filiale wird vermutlich kaum wiederzuerkennen sein“, so Rehn.

Die Verkaufsfläche würde Aldi gerne um etwa 30 Quadratmeter vergrößern, um einen attraktiven Eingangsbereich mit separater Pfandabgabe schaffen zu können. „Hier hoffen wir auf die Unterstützung des Stadtrats, dieser Erhöhung zuzustimmen“, so der Projektentwickler.

Die Eröffnung der Filiale ist noch für dieses Jahr geplant. „An der Sudetenstraße möchten wir zeigen, dass wir auch Immobilien, die in die Jahre gekommen sind, neues Leben einhauchen und Standorte auf diese Weise insgesamt aufwerten und sinnvoll weiter nutzen können“, erklärt der Aldi-Vertreter. Indem man bestehende Bausubstanz nutze, müssten auch keine zusätzlichen Flächen für den Einzelhandel ausgewiesen werden. „Das ist nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern auch im Hinblick auf Flächenverbrauch und -verdichtung ökologisch nachhaltiger.“

An den Plänen für den Aldi in Gartenberg ändert sich durch die neue Filiale nichts. Wie berichtet will der Discounter im Herbst 2022 vom jetzigen Standort an der Banater Straße in den Neubau der Baugenossenschaft Geretsried an der Egerlandstraße umziehen. Rehn: „Die neue Filiale in der ,Neuen Mitte‘ verfügt über eine wesentlich größere Verkaufsfläche (1200 Quadratmeter), und wir können auch hier nah bei unseren Kunden sein. Das sind Vorteile, die den Standort für uns sehr attraktiv machen.“ Zudem wolle man damit zur Stärkung des Stadtzentrums beitragen.

Genau aus diesem Grund hatte die Stadt zuletzt weitere Einkaufsmärkte außerhalb der „Neuen Mitte“ durch entsprechende Bebauungspläne einen Riegel vorgeschoben. Dazu erklärt Justus Rehn: „Wir stehen seit vielen Jahren in sehr engem und guten Austausch mit der Politik vor Ort.“ Entsprechend kenne man auch die Sorgen vor weiteren Einzelhandelsansiedlungen außerhalb des Zentrums. Angesichts der Bevölkerungsentwicklung der vergangenen 20  Jahre und der Prognose für die nächsten 15 Jahren sehe Aldi jedoch einen deutlichen Bedarf. „Wir brauchen in Geretsried einen zweiten Standort“, so Rehn.

Seit dem Umzug von der Jeschkenstraße an die Banater Straße im Juni 2004 könne Aldi seine Kunden im Süden von Geretsried nicht mehr optimal erreichen. „Das wollen wir nun ändern“, so der Projektentwickler. „Unser zweiter Standort an der Sudetenstraße ist daher keineswegs ein Zeichen gegen die ,Neue Mitte‘, sondern aus unserer Sicht ein langfristiges Bekenntnis zu Geretsried.“  

sas

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