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Schlicht und elegant: Hotelleiterin Antonija Sivak zeigt eines der neuen Zimmer im Alten Wirth in Gelting.

Wiedereröffnung

Alles neu im Alten Wirth in Gelting

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Nach acht Monaten Bauphase ist es soweit: Der Alte Wirth in Gelting eröffnet wieder. Was jetzt neu ist, zeigt und erklärt Hotelchefin Antonija Sivak.

Gelting – Seit dem 30. November vergangenen Jahres war das Hotel Alter Wirth in Gelting geschlossen. Nun kommt neues Leben in das traditionsreiche Gebäude. Am 8. September bezogen die ersten Gäste ihre Zimmer, ab dem 22. September soll der Betrieb wieder unter Volllast laufen.

Von außen ähnlich, von innen ganz anders

Von außen sieht das Hotel gar nicht so viel anders aus als am 1. Januar, als die Bauarbeiten begannen. Sicher, die Fensterläden wurden restauriert und haben einen neuen Anstrich. Auch im Bereich der Eingangstür liegt der Geruch von Farbe in der Luft. Doch das war es auch schon mit den Veränderungen.

Umso gravierender ist der Eingriff ins Innenleben. Im ersten Stockwerk ist nichts mehr so, wie es war. Die Möbel im Landhaus-Stil sind verschwunden, ebenso die etwas altertümlich wirkenden karierten Gardinen. Auch die Badezimmer-Kacheln im 70er-Jahre-Stil haben den Umbau nicht überlebt. Stattdessen sind die Räume so gestaltet, wie man es sich in einem modernen Hotel vorstellt: Silber, Grau und Weiß sind die prägenden Farben. Die Möbel sind schlicht, schnörkellos und elegant. Der Fußboden passt farblich perfekt zu den Gardinen, die wiederum auf die Farbe der Kopfkissen und der Tapeten abgestimmt sind. Sogar die Abfalleimer wirken so, als seien sie mit Bedacht ausgewählt. Die Waschtisch-Platten sind handgefertigt, ebenso die Spiegelplatten.

Jedes Zimmer eine „Herausforderung“

Dass alles zueinander passt, sei kein Zufall, sagt Hotelleiterin Antonija Sivak. „Wir haben dafür extra promovierte Innenarchitekten engagiert.“ Die in Zagreb geborene Kroatin lebt seit 20 Jahren in Deutschland und verfügt über reichlich Erfahrung im Beherbergungsgewerbe. Sie erläutert, dass der Alte Wirth kein „klassisches Hotel“ sei, da alle Zimmer unterschiedlich groß sind: „Daher war die Gestaltung eines jeden Zimmers für uns eine Herausforderung.“

Was den Komfort für die Hotelgäste erhöht: So gut wie alle Fenster sind neu. Sie sind schalldicht, von der benachbarten Straße dringt kein Ton in die Räume. Diese verfügen alle über einen Wlan-Anschluss. Der Brandschutz ist ebenfalls auf dem neuesten Stand.

Junior- und Hochzeitssuiten sollen außergewöhnlich werden

Im zweiten Stockwerk sind die Veränderungen nicht ganz so gravierend. Auch hier wurden die Teppiche, Vorhänge und Fenster ausgetauscht, geblieben sind aber die Holzmöbel im Landhaus-Stil. Diese Zimmer gibt es zu einem günstigeren Preis. „Wir richten uns nach den Wünschen der Gäste“, sagt Sivak. „Für manche ist es vor allem wichtig, dass sie zehn Euro weniger pro Nacht bezahlen müssen.“ Insgesamt werden ab dem 22. September 30 Zimmer zur Verfügung stehen. Noch haben die Handwerker einige Abschlussarbeiten zu erledigen. So sind sie im ersten Stock damit beschäftigt, die Teppiche in den beiden Junior- und Hochzeits-Suiten zu verlegen. „Die wollen wir außergewöhnlich gestalten“, sagt Sivak. „Das dauert noch.“ Gedacht ist beispielsweise an eine freistehende Badewanne.

Der Start war für die neuen Betreiber vielversprechend. Obwohl der Alte Wirth noch auf keiner Buchungs-Plattform vertreten ist und auch keinerlei Werbeaktionen gestartet hat, waren in der vergangenen Woche alle Zimmer ausgebucht. „Es hat sich schnell herumgesprochen, dass wir wieder offen haben“, sagt Sivak. Der Investor aus München sehe „viel Potenzial“ in dem Gebäude und möchte es langfristig nutzen. Gerade deshalb sei man mit so viel Liebe zum Detail vorgegangen.

Wellness-Oase in Gelting? 

Die Neugestaltung des Alten Wirths ist noch nicht abgeschlossen. So könnte sich der neue Eigentümer vorstellen, dass im ehemaligen Sparkassen-Anbau eine kleine Wellness-Oase entsteht. Denkbar seien ein kleiner Fitness-Raum, ein Solarium, ein Friseur oder medizinische Fußpflege: „Das würde perfekt zum Hotel und zum Ort passen.“

Wie berichtet war das Restaurant Alter Wirth im Mai 2015 geschlossen worden, der Hotelbetrieb lief zunächst weiter. Inzwischen hat die Eigentümerfamilie den gesamten Komplex verkauft. Neue Eigentümer des Restaurants sind die Wirtsleute Daniela und Manfred Schmiedmaier aus München.

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