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Wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln wurde eingestellt

Verfahren eingestellt 

Amphetamin bringt Geretsrieder Schüler vor Gericht

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Weil er nicht Nein sagte, als ihm ein Unbekannter in München ein Päckchen mit 0,4 Gramm Amphetamin zusteckte, handelte sich ein Geretsrieder (18) eine Gerichtsverhandlung ein. 

Geretsried/Wolfratshausen – Er sei an jenem Abend mit einem Freund beim Feiern in München unterwegs gewesen, erläuterte der Angeklagte, wie er am 16. April dieses Jahres zu dem Speed gekommen war. Ein „Typ“ habe ihn angesprochen, von seinem „super-krassen Zeug“ geschwärmt und ihm davon etwas schenken wollen. „Dumm wie ich bin, hab’ ich’s angenommen.“ Wenig später kam die Polizei. Die war auf den 18-Jährigen aufmerksam geworden, weil er „sich mehrfach umgeblickt hat und einen nervösen Eindruck machte“, so ein Beamter in seiner Zeugenaussage.

Der Beschuldigte machte vor Gericht einen geläuterten Eindruck. Er sei gegen Drogen, habe schon mit eigenen Augen gesehen, welche Auswirkungen der Konsum haben könne, sagte der Schüler. In nüchternem Zustand habe er sich wohl auch nicht darauf eingelassen. „Ich weiß nicht, was mich an dem Abend geritten hat, dass ich es überhaupt angenommen habe“, beteuerte der 18-Jährige.

Weil er bislang strafrechtlich eine weiße Weste hat, aus eigenem Antrieb bereits Gespräche mit dem Suchtberater der Caritas geführt hat und „hier in der Verhandlung einen sehr vernünftigen Eindruck macht“, wie die Staatsanwältin bemerkte, stellte Richter Urs Wäckerlin das Verfahren vorläufig ein. Als Auflage muss der Geretsrieder den bereits begonnenen, sogenannten FreD-Kurs (Frühintervention für erstauffällige Drogen- und Alkoholkonsumenten) zu Ende führen und mittels eines Drogenscreenings seine Abstinenz nachweisen. 

Das Verfahren wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln wurde eingestellt.  

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