Andreas Janka ist neu im Vorstand der Industriegemeinschaft

Industriegemeinschaft Geretsried  

Andreas Janka löst Jochen Pelz ab

Der Vorstand der Industriegemeinschaft Geretsried (IGG) verjüngt sich: Andreas Janka von der Firma Ehgartner löst Jochen Pelz ab.

Geretsried – Zusammen mit Dr. Wolfgang Schumann (Rudolf GmbH) und Matthias Hanfstingl (Klaus Hanfstingl Verlag GmbH) vertritt der 39-Jährige die Interessen der Industriegemeinschaft gleichberechtigt.

„Der Vorstand ist auf mich zugekommen und hat mich gefragt, ob ich mitarbeiten möchte“, sagt Janka auf Nachfrage unserer Zeitung. Der Geretsrieder erklärte sich bereit, und in der Jahresversammlung wählten ihn die Mitglieder zum Nachfolger von Pelz. Dieser hatte sich nach zehn Jahren im Amt nicht mehr zur Wahl gestellt.

Jochen Pelz hat sich nicht mehr zur Wahl gestellt.

Das Entsorgungsunternehmen Ehgartner wurde 1960 gegründet und ist ein Geretsrieder Traditionsunternehmen mit insgesamt zirka 120 Mitarbeitern – in Forstinning gibt es eine Zweigstelle. Janka absolvierte im Betrieb eine kaufmännische Ausbildung. Seit 2005 führt er zusammen mit seinem Vater Oskar die Geschäfte. Mitglied bei der Industriegemeinschaft ist die Firma seit 20 Jahren.

Angespanntes Verhältnis

Zuletzt war das Verhältnis zwischen IGG und der Stadt Geretsried angespannt gewesen. Hauptursache war die Diskussion um die Erhöhung der Gewerbesteuer im vergangenen Jahr. Wie berichtet hatte der Stadtrat nach 23 Jahren den Gewerbesteuer-Hebesatz um fast 20 Prozent angehoben. Das hatte im Vorfeld zu vielen Protesten geführt. Der damalige IGG-Sprecher Pelz warf der Stadt unter anderem Wirtschaftsfeindlichkeit vor. Bürgermeister Michael Müller fand das Auftreten von Pelz, der sich dazu auch an einem CSU-Stammtisch geäußert hatte, „hochgradig unglücklich“.

Mit Janka, der sich auch im Verband der Bayerischen Entsorgungsunternehmen engagiert, will die IGG einen personellen Neuanfang wagen. Ein wichtiges Thema für die über 50 Mitgliedsbetriebe ist die Verbesserung der Infrastruktur verbunden mit dem langersehnten Gleisanschluss für die größte Stadt im Landkreis. „Geretsried braucht die S-Bahn“, sagt Janka mit Blick auf den Fachkräftemangel.

Auch der Flächennutzungsplan, den die Stadt derzeit neu aufstellt, beschäftigt die IGG. „Es kann nicht sein, dass sämtliche Gewerbeflächen in Wohngebiete umgewandelt werden“, sagt der Geschäftsführer. Er wünscht sich eine „vernünftige Lösung für beide Seiten“. Auch das Mittelzentrum Geretsried-Wolfratshausen möchte die Industriegemeinschaft stärken. doris schmid

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