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Anekdoten aus Geretsried via Live-Stream

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Von: Doris Schmid

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Lesen gemeinsam: Werner Sebb (li.) und Gernot Schnabl.
Lesen gemeinsam: Werner Sebb (li.) und Gernot Schnabl. © Sabine Hermsdorf-Hiss

Werner Sebb und Gernot Schnabl haben gemeinsam ein Buch veröffentlicht. Nun lesen die beiden Autoren aus ihren „Geretsrieder Gschichten“ im Live-Stream.

Geretsried – Seit April sind die „Geretsrieder Gschichten“ von Werner Sebb und Gernot Schnabl auf dem Markt. Über 200 Exemplare des Büchleins mit persönlichen Anekdoten und Erinnerungen wurden bereits verkauft. Am Donnerstag, 24. November, um 19 Uhr stellen die Autoren ihr Werk im Live-Stream vor.

Viele Schilderungen aus dem Lager Buchberg

„Viele meiner Schilderungen stammen aus dem Lager Buchberg, also jenem Lager, das innerhalb von nur 15 Jahren einer Vielzahl unterschiedlicher Gruppierungen als Unterkunft diente“, sagte Sebb bei der Vorstellung vor ein paar Monaten. Seine Familie wurde im April 1946 aus Graslitz vertrieben und kam wie viele andere Heimatvertriebene in eben dieses Lager nach Geretsried. Er hatte den Wunsch, jene Anekdoten zu Papier zu bringen, „die mir speziell aus der Zeit zwischen 1946 und 1970 noch in Erinnerung sind und die vermutlich ohne die damals herrschenden Verhältnisse nicht denkbar wären“. Außerdem wollte er der zahlreichen Originale gedenken, „die die damaligen Lebensumstände in einer Art und Vielfalt hervorbrachten, wie man sich das in unserer nüchternen und materiell geprägten Gesellschaft kaum mehr vorstellen kann“.

Co-Autor Gernot Schnabl (85) stammt aus Tachau. Er will den Leserinnen und Lesern zeigen, wie unterschiedlich die Gründe und Wege von Gruppen, Familien und Einzelpersonen waren, sich in Geretsried niederzulassen.

Gestreamt wird aus dem Geretsrieder Rathaus

Gestreamt wird die Lesung aus dem Rathaus. Dort trug sich auch die ein oder andere Begebenheit zu. So berichtet Sebb über die Selbstversorgung in den Nachkriegsjahren. Nicht nur die Haltung von Hühnern, Enten und Gänsen sei damals üblich gewesen. Auch ein Schwein oder Ziegen seien darunter gewesen. „Letztere gehörten dem Großvater (Harla auf Egerländerisch) meines Schulfreundes Adolf Fuchs“, schreibt der 83-Jährige. „Ich war dabei, als der Harla an der Böschung der B11 und anderen Flächen Gras mähte, trocknete und auf dem Dachboden des heutigen Rathauses für den Winter lagerte.“ Für die Buben sei es eine Gaudi gewesen, vom Gebälk ins Heu zu springen.  

Sudetendeutsche Stiftung fördert Veranstaltung

Wer die Lesung mitverfolgen möchte, schreibt eine E-Mail an die Adresse veranstaltung.heimatpflege@sudeten.de. Am Vorabend wird dann per E-Mail der Einwahl-Link versendet. Die Sudetendeutsche Stiftung fördert diese Veranstaltung.

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