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Spielentscheidender Fauxpas: ESC-Verteidiger Bernhard Jorde (li. im Duell mit Germerings Quirin Reichel) leistete sich wieder einmal eine Undiszpliniertheit und kassierte eine Strafzeit, die die Gäste zum vorentscheiddenden Treffer nutzten.

Geretsried

Anfangs ein Witz

Eishockey - Schwache Geretsrieder River Rats unterliegen den Germering Wanderers mit 2:4

Am Ende einer eher bescheidenen Leistung stand die dritte Niederlage in Folge: Mit 2:4 (2:2, 0:0, 0:2) unterlag der ESC Geretsried gestern Abend zu Hause verdientermaßen den Wanderers Germering. Das Team von Florian Funk verharrt damit abgeschlagen am Tabellenende der Bayernliga.

Über die Leistung der Gastgeber in den ersten 15 Minuten breitet man – wenn man’s gut mit dem ESC meint – am besten den Mantel des Schweigens. Nach dem frühen 0:2-Rückstand, an dem ESC-Goalie Michael Iszovics zumindest eine Teilschuld hatte, fand Geretsrieder Eishockey zunächst nicht statt. Drei Schüsschen auf den Germeringer Kasten sagen im Grunde alles. Der Coach formulierte es noch ein bisschen drastischer: Kämpferisch und läuferisch habe seine Truppe anfangs alles vermissen lassen, schimpfte Funk, „die erste Viertelstunde von uns war ein Witz“.

Erst eine Überzahl und das daraus resultierende Stochertor von Markus Ritschel weckte die Rats aus ihrer Lethargie – und die Hoffnungen ihrer Fans auf eine Wende zum Besseren. Die schien sich tatsächlich anzubahnen: Ondrej Horvath stellte mit einem sensationellen Drehschuss in den Torwinkel alles wieder auf Null.

Apropos: Die Null stand im zweiten Drittel, in dem sich beide Teams kaum nennenswerte Torchancen erspielten. Immerhin bewegte sich Aufsteiger Geretsried nun auf Augenhöhe mit seinem Gast, den man eigentlich zu den schlagbaren Teams der Liga zählen muss. Und in der Tat deutete sich in der ersten Phase nach der zweiten Pause – Funk hatte mittlerweile auf drei Blöcke umgestellt – nicht an, dass das Match zu Gunsten der Wanderers kippen könnte. Dazu musste erst Bernhard Jorde eingreifen. Der Geretsrieder Verteidiger und Heißsporn ließ sich wieder einmal zu einer Prügelei hinreißen, kassierte zwei plus zwei Strafminuten, während sein Kontrahent Moritz Lieb mit zwei Minuten davonkam. In der folgenden Unterzahl kassierten die Rats das 2:3 (48.) und eine Minute später das 2:4. Das war’s dann für den ESC, denn, so Funks Fazit, für mehr „waren wir heute nicht gut genug". peb

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