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Ärgernis eins: Bedingt durch zwei Wohnbauvorhaben blockieren derzeit Baustellenfahrzeuge den Buchenweg. 

Ärgernis Dauerparker

Anwohner beklagt: Bei Falschparkern wird mit zweierlei Maß gemessen

Ein Anwohner aus dem Kiefernweg beschwert sich über blockierte Stellplätze und schreibt an den Bürgermeister. Die Stadt antwortet: Es wird nicht mit zweierlei Maß gemessen.

Geretsried – In manchen Geretsrieder Wohnvierteln herrscht große Parkplatznot. Blockieren dann auch noch Dauerparker die raren Stellflächen, geht so manchem Bürger die Hutschnur hoch. Michael Malek hat sich deshalb jetzt an Bürgermeister Michael Müller gewandt.

Der technische Angestellte wohnt am Kiefernweg, der ebenso wie der Buchenweg und der Erlenweg als verkehrsberuhigter Bereich (umgangssprachlich Spielstraße) ausgewiesen ist. Dort darf nur auf gekennzeichneten Flächen geparkt werden. Nicht selten kommt es laut Malek allerdings vor, dass diese Stellflächen von Dauerparkern belegt sind. Die Situation verschärfe sich, wenn im Schulzentrum eine größere (Abend)-Veranstaltung stattfindet. Dann sei weit und breit kein Parkplatz zu finden. „Als Anwohner bist du dann das ärmste Schwein und musst 200, 300 oder 400 Meter laufen“, sagt der 61-Jährige gegenüber unserer Zeitung.

Bauarbeiter parken in Verbotszonen

Ein weiteres Ärgernis: Dauer-Falschparker. „Seit mehreren Monaten stehen Tag für Tag die privaten Pkw der Bauarbeiter völlig unbeanstandet und offenbar von Strafzetteln unbehelligt in den Parkverbotszonen“, echauffiert sich der Geretsrieder. Zur Erklärung: Am Buchenweg entstehen derzeit zwei große Wohnbauvorhaben. Malek hat seinen Unmut jetzt in einem Schreiben an Bürgermeister Michael Müller geäußert.

Ärgernis zwei: Dieser öffent liche Stellplatz am Buchenweg wurde durch abgestellte Motorräder blockiert. 

Er kritisiert außerdem die Kommunale Verkehrsüberwachung (KVÜ), die „abends, wenn der steuerzahlende Bürger nach getaner Arbeit heimkommt, besonders stark aktiv“ sei und Knöllchen verteile. Doch viele Falschparker würde das nicht weiter interessieren, meint Malek. Sie würden ihre Fahrzeuge weiterhin dort abstellen, wo es nicht gestattet ist. Spielstraßen müssen aus seiner Sicht freigehalten werden, weil spielende Kinder durch falsch parkende Autos nicht gut zu erkennen sind, und dadurch zu Schaden kommen könnten. Auch dringend erforderliche Rettungswege seien „unzumutbar“ behindert. Malek: „Dies kann in der Tat fatale Folgen haben.“

KVÜ wird nicht aktiv

Der Anwohner findet deutliche Worte: „In Geretsried gibt es eine privilegierte Gruppe von amtlich geduldeten Dauer-Falschparkern.“ Bereits Ende Mai habe er die Stadt auf diese „Ungleichbehandlung“ hingewiesen. „Es wurde uns fest versprochen, dass die KVÜ hier aktiv wird“, berichtet Malek. „Nichts ist geschehen.“ Die Stadt sollte die Falschparker abschleppen lassen, wenn sie anders nicht zu belangen seien, so sein Vorschlag.

Dem Rathaus ist die Problematik mit den Falschparkern bekannt. Aber: Der Eindruck, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird, treffe nicht zu, sagt Thomas Loibl, Pressereferent der Stadt, auf Nachfrage. „Wir haben die KVÜ gebeten, dort in regelmäßigen Abständen Kontrollen durchzuführen.“ Was die Dauerbelegung von öffentlichen Stellplätzen angeht, seien der Stadt allerdings die Hände gebunden, solange die Fahrzeuge amtlich zugelassen seien. Es besteht laut Loibl keine Verpflichtung, Auto, Anhänger oder Zweirad regelmäßig zu bewegen. Doris Schmid

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