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Ein gutes Team: Der Arbeitskreis Historisches Geretsried um (v. li.) Martin Walter, Werner Sebb, Fritz Schumacher, Dr. Wolfgang Pintgen, Georg Hodolitsch, Ulrich Virkus und Gerhard Aumüller.

Geretsrieder Hefte

Arbeitskreis Historisches Geretsried muss „Mordsaufgabe“ möglichst schnell erledigen

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Die Reihe der Geretsrieder Hefte ist noch nicht vollständig. Einige Themen stehen noch auf der Liste des Arbeitskreis Historisches Geretsried. Er muss sich beeilen.

Geretsried – Die Geretsrieder Hefte sind beliebt. So beliebt, dass sie immer wieder vergriffen sind. Deswegen hat der Arbeitskreis Historisches Geretsried (AHG) nun das Heft 7.1 aus der Serie „Zwei Munitionsfabriken im Wolfratshauser Forst“ in einer Auflage von 300 Stück nachdrucken lassen. Das Heft 6 „Ortsplanung von Geretsried“ gibt es nicht mehr gedruckt, dafür aber nun als E-Book auf DVD. Beides haben sieben der insgesamt 15 aktiven Mitglieder des Arbeitskreises am Dienstag in der Altentagesstätte vorgestellt.

„Wenn man seine Heimat kennt, fühlt man sich dort wohler“, fasst Sprecher Dr. Wolfgang Pintgen die Intention der Geretsrieder Hefte zusammen. Die Stadt habe zwar keine Keltenschanze oder Römersiedlung zu bieten, aber sehr wohl Geschichte. Geretsried ist auf den Ruinen zweier Munitionsfabriken entstanden. Ursprünglich wollte der Arbeitskreis deren Geschichte in einem Buch aufarbeiten. Aus Kosten- und Zeitgründen teilte er die einzelnen Themen auf acht einzelne Hefte auf. Aktuell ist die Nummer 7.3. zum Thema „Werksbahn und Straßennetz“ in Bearbeitung. Es wird am 11. Mai vorgestellt. Außerdem soll heuer noch die Nummer 7.4. über „Wasser und Abwasser sowie die Energieproduktion“ erscheinen. Die Reihe „Zwei Munitionsfabriken im Wolfratshauser Forst“ soll bis zum Heft 7.8. gehen. „Das ist eine Mordsaufgabe und wird uns die nächsten zwei Jahre beschäftigen“, sagt Pintgen.

Der Arbeitskreis ist mit Hochdruck dabei und will die Reihe möglichst zügig abschließen. „Wir sind nicht mehr die Jüngsten – die meisten sind in der zweiten Hälfte ihrer 70er, manche sind über 80 Jahre“, so der Sprecher. In anderen Städten übernehmen häufig das Kulturamt oder ein Archivar diese Recherchearbeit. „Es zeichnet sich ab, dass sich die Stadt allmählich mehr einbringt“, erklärt Werner Sebb, Zweiter Sprecher des AHG. Wie berichtet hat der Arbeitskreis den Stadtrat mit Nachdruck gebeten, die Stelle eines Stadtarchivars auszuschreiben.

Mit dem neuen E-Book Heft 6 „Ortsplanung von Geretsried“ haben die Ehrenamtlichen nun bereits ihre zweite DVD herausgebracht. Das vergriffene Sonderheft der „Industriepioniere“ ist im Oktober vergangenen Jahres in digitaler Version erschienen. Beide hat Gerhard Aumüller für PC, Laptop und Smartphone so aufbereitet, dass sich die Geschichte durchblättern lässt wie im richtigen Heft. Zusammengenommen habe er vier Wochen am E-Book „Ortsplanung von Geretsried“ gearbeitet, sagt er. „Das war nur möglich, weil das Heft sauber recherchiert und gestaltet ist und alle Daten vorhanden waren“, lobt Aumüller den Autor Martin Walter.

Die Digitalversion hat im Gegensatz zum gedruckten Heft den Vorteil, dass der Arbeitskreis die DVD relativ kostengünstig beliebig oft nachliefern kann. Er wird unterstützt durch Spenden, von der Stadt und dem Bezirk Oberbayern. „Wir sind vorsichtig mit unseren Rücklagen, damit wir uns nicht übernehmen“, sagt Pintgen.

In Fall von Heft 7.1 über die Munitionswerke haben sich die Ehrenamtlichen trotzdem für den Nachdruck entschieden, damit jeder die Möglichkeit hat, die komplette Serie zu sammeln. Und: „Die Rüstungswerke sind Keimzelle und Boden von Geretsried.“ Aufgrund deren Infrastruktur konnten Flüchtlinge und Displaced Persons nach dem Krieg Industrie im ehemaligen Wolfratshauser Forst aufbauen.

Verkaufsstellen

Die Geretsrieder Hefte und DVDs sind erhältlich im Dorfladen Gelting, im Rathaus, im Stadtmuseum, bei Bücher Ulbrich und Bürobedarf Schröter sowie direkt beim Arbeitskreis Historisches Geretsried. Ansprechpartner ist Dr. Wolfgang Pintgen, Sudetenstraße 10 in Geretsried, Telefon 0 81 71/88 28.

sw

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