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21 Stationen: So könnte der neue Natur- und Kulturpfad aussehen. Die genaue Umsetzung wird noch erarbeitet.

Finanzausschuss bewilligt 37.000 Euro

Augen auf: In Geretsried soll ein Naturlehrpfad entstehen

Geretsried - Die Idee eines Natur- und Kulturlehrpfads in Geretsried nimmt konkrete Formen an. Der Finanzausschuss des Stadtrats bewilligte dafür nun 37.000 Euro.

Ungewöhnlich viel gelacht wurde in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Denn eine virtuelle Brille, die sich jedes Gremiumsmitglied einmal aufsetzen durfte, ließ plötzlich einen Dinosaurier im Wald erscheinen. Auch Gesteinsschichten, Kiesbänke, eine Grundmoräne oder die seltene Flussufer-Wolfspinne wurden plastisch dargestellt.

Die moderne Computertechnik, die auch mit einem Smartphone abrufbar sein soll, ist Teil eines Konzepts zur Erstellung eines Natur- und Kulturpfads. Inken Domany vom Umweltamt, die Geschäftsleiterin der Stadtverwaltung, Ute Raach, sowie Wolf Kunert, Mitglied in der Stadtleitbild-Arbeitsgruppe stellten das Projekt den Ausschussmitgliedern vor.

Gespräche mit den Naturschutzbehörden verlaufen positiv

„Die Idee stammte ursprünglich vom Arbeitskreis Historisches Geretsried und wurde nun im Zuge einiger Leitbildgruppen-Sitzungen nach und nach ausgebaut“, erklärte Raach. Inken Domany verwies darauf, dass bereits erste positive Gespräche mit betroffenen Naturschutzbehörden geführt wurden. Wolf Kunert hat sich daraufhin überlegt, wie der Pfad mit seinen derzeit vorgesehenen 21 Stationen unter modernen Gesichtspunkten installiert und auch systematisch ausgebaut werden könnte.

„Wir wollen, dass die Leute aufmerksamer durch die Natur gehen“, sagte Bürgermeister Michael Müller (CSU). Manch einer gehe achtlos durch die Isarauen und wisse oft gar nicht, dass er sich gerade am Hochufer oder vor einer versteckten Sehenswürdigkeit befindet. Auch Kulturreferent Hans Ketelhut (CSU), der gemeinsam mit Umweltreferent Volker Witte (Grüne) in die Entwicklung des Natur- und Kulturpfads eingebunden wurde, zeigte sich begeistert: „Das ist ein idealer Einstieg, um mehr über Geretsried zu erfahren.“ SPD-Stadträtin Kerstin Halba regte an, einige Sachverhalte noch kindgerechter statt allzu wissenschaftlich aufzubereiten. Detlev Ringer (Grüne) wünschte sich, dass neben der Darstellung der Natur auch die Kultur nicht zu kurz kommt. CSU-Fraktionssprecher Volker Reeh fragte dagegen nicht ganz ernst gemeint in die Runde, ob die Flussufer-Wolfspinne etwas mit Wolfratshausen zu tun habe.

Weg soll modular ergänzt werden

Am Ende fasste der Hauptausschuss den einstimmigen Beschluss, Mittel in Höhe von 37.000 Euro für die Erstellung eines Natur- und Kulturpfades freizugeben. Davon sind 17.000 Euro für 2016 und 20.000 Euro für 2017 veranschlagt. Zudem erhielt die Verwaltung den Auftrag, gemeinsam mit der Leitbildgruppe ein Konzept zu erstellen, sodass der Weg künftig modular ergänzt werden kann. Dieses Konzept soll schließlich dem Ausschuss für Jugend, Senioren, Soziales, Kultur und Sport vorgelegt werden.

Von Peter Herrmann

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