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Garten-Soirée im Saal: Über 300 Gäste – darunter Altbürgermeisterin Cornelia Irmer mit Ehemann Klemens sowie Apostolos Malamoussis von der griechisch-orthodoxen Allerheiligenkirche in München und der katholische Stadtpfarrer Georg März (vorne. v. re.) – begrüßte Bürgermeister Michael Müller am Donnerstagabend in den Ratsstuben.

Bürgerpreisverleihung

Auszeichnung für zwei, die anpacken

Große musikalische Talente und zwei Geretsrieder standen im Mittelpunkt des Jahresempfangs von Bürgermeister Michael Müller. Der Rathauschef zeichnete Margit Weißbach und Franz Blech mit dem Bürgerpreis der Stadt aus.

Geretsried – Das Wetter war gut. Trotzdem fand die Garten-Soirée am Donnerstagabend im Ratsstubensaal statt – zu unsicher sei die Wetterlage gewesen, erklärte der Pressereferent der Stadt, Thomas Loibl. Immerhin wehte ein laues Lüftchen durch die geöffneten Türen herein. Dort spielten die „D. C. Alcodas“, eine Nachwuchs-Formation der Groove Academy, passende Jazz-Standards.

„Supervoraussetzungen“ für die größte Stadt im Landkreis

Bürgermeister Michael Müller verzichtete in diesem Jahr nicht auf eine Rede. Im Gegenteil. Er begrüßte viele der über 300 Gäste namentlich. Gekommen waren Vertreter aus Politik und Wirtschaft, Kulturpreisträger, Pfarrer, Schul-, Kindergarten- und Seniorenheimleiter sowie Vereinsvorsitzende. Für den erkrankten Landrat Josef Niedermaier sprach sein Stellvertreter Klaus Koch ein Grußwort. Er lobte die Arbeit der Stadtväter, die in Zeiten der Wohnungsnot dichter und höher bauen wollten. Geopolitisch wie finanziell gebe es in der größten Stadt im Landkreis „Supervoraussetzungen“. Jetzt gelte es, die Pflanze der Prosperität und des Friedens zu pflegen, sagte Koch mit Blick auf die politische Lage in Europa. „Sie wächst nicht von allein. Das ist unsere Aufgabe.“

Bevor Rathauschef Müller seinen Gästen die beiden diesjährigen Bürgerpreisträger vorstellte, präsentierte er ihnen Sänger Andreas Diekmann. Der Kandidat der RTL-Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ aus Gelting begeisterte auch die Geretsrieder mit einem Auftritt.

In einem von Diekmanns Liedern ging es um Helden. „Wir ehren heute gleich zwei von ihnen“, sagte der Rathauschef und leitete damit zur Preisverleihung über. „Unsere Bürgerpreisträger sind Menschen, die nicht nur stur den eigenen Weg verfolgen, ohne nach links oder rechts zu sehen“, sagte der Bürgermeister. „Ganz im Gegenteil: Sie schauen hin, sie hören hin und sie packen an – für andere.“

Weißbach: „Ich bin dankbar, hier angekommen zu sein“

Müller überreichte den mit je 1000 Euro dotierten Preis zuerst an Margit Weißbach vom TuS Geretsried. Als Mädchen floh sie mit ihren Eltern vor dem Bau der Mauer aus Berlin und kam 1964 nach Geretsried. Zwei Jahre später trat sie in den TuS Geretsried ein. Dort ist die Schriftführerin seit 1995 selbst für Ehrungen zuständig. Ihre Familie und der TuS seien ausschlaggebend gewesen, dass sie in Geretsried eine neue Heimat gefunden habe. „Ich bin dankbar, hier angekommen zu sein“, sagte die 71-Jährige sichtlich gerührt.

Nicht minder freute sich Franz Blecha (74) über die Auszeichnung. Seit Jahren ist er bei den Reha-Sportfreunden aktiv, engagiert sich dafür, dass Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam Sport treiben. Und: Er wirkte beim Kulturherbst 2012 als Darsteller im Theaterstück „Aufstand“ mit.

Die Auszeichnung sei nicht allein sein Verdienst, meinte Blecha bescheiden. „Mein Dank gilt denen, die mich unterstützen.“ Allen voran seine Frau, die ihn seit 45 Jahren mit all seinen Ehrenämtern ertrage. „Hier hab’ ich gleich einen Blumenstrauß für Dich“, sagte er mit einem verschmitzten Lächeln zu ihr.

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