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E-Autos und Dienstfahrräder: Auch die Bürgermeister steigen um - „gehen mit gutem Beispiel voran“

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Von: Dominik Stallein

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Elektro-Flitzer für Egling: Bürgermeister Hubert Oberhauser (2. v. li) nahm Anfang 2016 einen Elektro-KIA in Betrieb.
Elektro-Flitzer für Egling: Bürgermeister Hubert Oberhauser (2. v. li) nahm Anfang 2016 einen Elektro-KIA in Betrieb. © Archiv

E-Mobilität spielt in vielen Kommunen in Bad Tölz-Wolfratshausen eine Rolle. Selbst die Rathauschefs sind mit Elektroflitzern unterwegs.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Elektroautos liegen im Trend. Doch wie steht es um die Fuhrparks der Städte und Gemeinden? Von den vier Autos, die in der Stadt Geretsried für die Mitarbeiter zur Verfügung stehen, ist das einzige Elektroauto am beliebtesten. Bürgermeister Michael Müller selbst ist bei Außenterminen mit einem Audi-Hybrid unterwegs.

E-Autos und Dienstfahrräder: Auch die Bürgermeister steigen um - „gehen mit gutem Beispiel voran“

„Wir gehen mit gutem Beispiel voran“, sagt Pressesprecher Thomas Loibl. Wenn in der größten Stadt im Landkreis neue Wagen geleast werden, „fließt die Nachhaltigkeit als Kriterium immer mit ein“. Soll heißen: „Wo es möglich ist, steigen wir auf andere Modelle um.“ Laut Loibl sei das vor allem bei normalen Kfz möglich, „bei Spezialfahrzeugen – zum Beispiel für die Feuerwehr oder den Bauhof – ist es schwieriger“. Damit der Umstieg sowohl für die Gemeinde als auch für private Autofahrer reibungslos möglich ist, unterhält die Stadt derzeit 14 Ladestationen, hinzu kommen vier von den Stadtwerken. „Wir wollen die Möglichkeiten für eine Verkehrswende vorhalten“, sagt Loibl.

Bad Tölz: Kein Dienstwagen sondern ein E-Bike für den Bürgermeister

In Bad Tölz lebt Bürgermeister Ingo Mehner die schon aus: Die Stadt unterhält keinen Dienstwagen für ihren Rathauschef, sondern ein Fahrrad mit Elektromotor. „Mit diesem nimmt er Termine in und um Bad Tölz, aber auch innerhalb des Landkreises wahr“, so Rathaus-Sprecherin Birte Otterbach. Zuletzt radelte Mehner beispielsweise zu einer Sitzung nach Wolfratshausen. Auch für die Mitarbeiter gibt es ein Dienstrad sowie fünf Autos, von denen eines einen Elektro-Antrieb hat. Dieses kann für Botenfahrten und kleinere Transporte genutzt werden – muss es aber nicht: „Wir stellen fest, dass viele Mitarbeiter häufig das Angebot ausschlagen, für kürzere Dienstfahrten ein Stadt-Auto zu nutzen und stattdessen Fahrten mit privaten Fahrrädern gemacht werden.“

Bad Heilbrunn: Vier E-Bikes und Thomas Gründls Elektro-Auto

Den Fahrtwind um die Nase wehen lassen sich die Mitarbeiter der Gemeinde Bad Heilbrunn nicht nur auf ihren privaten Drahteseln: Vier E-Bikes stehen als Diensträder zur Verfügung, wie Bürgermeister Thomas Gründl erklärt. Er selbst fährt dienstlich einen BMW I3s mit Elektroantrieb. Grundsätzlich würde die Nachhaltigkeit bei neuen Autos für den kommunalen Fuhrpark eine Rolle spielen. Auch deshalb sind neben den beiden bestehenden Ladesäulen am Rathaus „zwei weitere in Planung“.

Eurasburg: Drei E-Ladesäulen, aber keine eigenen E-Autos hat das Rathaus

Die Gemeinde Eurasburg betreibt drei Ladesäulen für E-Fahrzeuge. Wagen aus dem eigenen Fuhrpark können dort aber bislang nicht angeschlossen werden: „Wir unterhalten noch keine E-Autos“, erklärt Geschäftsleiter Günther Eidenschink. Der Fuhrpark der Gemeinde sei ohnehin überschaubar, Bürgermeister Moritz Sappl fährt mit seinem Privat-Auto zu Terminen. „Eigene Wagen haben wir nur für die Feuerwehren und den Bauhof sowie einen VW-Bus für die Schule.“ Die seien alle älteren Modells, zum Zeitpunkt des Kaufs „war E-Mobilität noch kein Thema“. Den Fuhrpark umzurüsten, sei noch nicht im Gespräch: „Es wäre nicht nachhaltig, Autos auszutauschen, die noch ihren Dienst tun.“ Wenn sich das einmal ändert, „werden wir sicherlich über E-Fahrzeuge nachdenken, wo es möglich ist“. Auch ohne Elektromobile achten einige Mitarbeiter des Rathauses in Eurasburg auf ihren CO2-Fußabdruck im Dienst: „Viele von uns kommen mit dem Rad in die Arbeit und fahren damit auch zu Ortsterminen“, sagt Eidenschink. Er selbst tut das regelmäßig, nicht nur aus Gründen des Umweltschutzes: „Es ist einfach schön – und zwar vor und nach der Arbeit.“

Egling: Car-Sharing im Rathaus - E-KIA im Fuhrpark

Car-Sharing wird in vielen Städten immer beliebter. Auch in der Gemeinde Egling schreitet dieses Modell voran. Hier teilen sich Gemeinderatsmitglieder und Bürgermeister einen Wagen, den auch Mitarbeiter von Verwaltung, Schule, Kita oder Bauhof fahren dürfen: Ein Elektrofahrzeug der Marke KIA steht seit etwa sechs Jahren zur Verfügung, wie Rathaus-Geschäftsführerin Daniela Simon berichtet. „Die Nachhaltigkeit ist immer ein Thema.“ Deshalb würde auch über ein Dienstfahrrad nachgedacht. Allerdings seien E-Auto-Käufe oftmals nicht ganz einfach, weil zum einen gesetzliche Vorgaben bei Vergabeverfahren eingehalten werden müssten. „Des Weiteren sind nicht alle Nutz- und Feuerwehrfahrzeuge mit Elektromotoren ausgestattet.“ Das sei ein Grund dafür, dass sich im Fuhrpark der sieben freiwilligen Ortsfeuerwehren sowie des Bauhofs und der Gemeindewerke kein weiteres E-Mobil findet.

Wolfratshausen: Der Fuhrpark wird komplett elektrisch - oder zumindest muskelbetrieben

Der Rathaus-Fuhrpark in Wolfratshausen ist bald fast komplett elektrisch: Eins der fünf Autos ist bereits ein E-Fahrzeug, für zwei Fahrzeuge wurde schon ein Elektromobil als Ersatz bestellt, für ein drittes steht Ende des Jahres der Umtausch an. „Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind für unsere Auswahl der Fahrzeuge ganz maßgebliche Kriterien“, betont Geschäftsleiterin Kirsten Vogler. Deshalb gibt es auch einige Fahrräder – sowohl klassische als auch E-Bikes – für die Mitarbeiter.

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