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Die B11-Verlegung steht im Bundesverkehrswegeplan.

Kosten bei 17,7 Millionen Euro

B11-Verlegung geht in die technische Planung

Geretsried – Die gute Nachricht kam vor fünf Wochen: Die B 11-Verlegung bei Geretsried wurde in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen. Seitdem war die Stadt nicht untätig.

„Wir sind in Gesprächen mit dem zuständigen Staatlichen Bauamt in Weilheim und gehen jetzt in die technische Planung“, kündigt Bürgermeister Michael Müller gegenüber unserer Zeitung an.

Wie berichtet soll die Bundesstraße 11 ab der Brücke über den Schwaigwaller Bach nach Westen verlegt werden. Von dort verläuft die Trasse parallel zu den S-Bahn-Gleisen bis zum Kreisverkehr an der Staatsstraße 2369. Zudem ist geplant, die B 11 im ersten Teilstück, also zwischen Blumenstraße und Rathaus, vierspurig auszubauen. Die Kosten werden auf 17,7 Millionen geschätzt und würden komplett vom Bund übernommen.

Nach den Worten des Bürgermeisters eröffnen sich durch die B 11-Verlegung „weitere Optionen für die Stadtentwicklung, die wir positiv nutzen wollen“. Noch schneidet die B 11 die Böhmwiese vom Stadtzentrum ab. Mit der Verlegung der Straße bietet sich die Chance, um den auf der Böhmwiese geplanten S-Bahnhof ein neues Viertel zu entwickeln – „unabhängig von der derzeit laufenden Planung zur Stärkung des Stadtzentrums Karl-Lederer-Platz/Egerlandstraße“, wie der Rathauschef betont.

Als Baubeginn für die S-Bahn-Verlängerung ist das Jahr 2024 anvisiert. Ob die B 11-Verlegung zeitgleich erfolgen kann, dazu wagt der Bürgermeister keine Prognose. „Es geht jetzt darum, am Ball zu bleiben“, sagt Müller. Außerdem sei in diesem Fall nicht die Stadt Herrin des Verfahrens. Die Verantwortung liegt allein beim Bund.

Die Aufnahme der B 11-Verlegung in den Bundesverkehrswegeplan wertet der Bürgermeister jedenfalls als positives Zeichen. „Es geht dabei um die Bündelung der Verkehrswege. Wenn der Bund eine neue B 11-Trasse bauen will, dann spricht dies auch dafür, dass die S-Bahnverlängerung sehr ernst genommen wird.“

sas

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