Armin Laschet und Markus Söder
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Armin Laschet oder Markus Söder? Einer der beiden wird Kanzlerkandidat der CSU

„Das Wohl der Bürger im Blick“

Söder oder Laschet? CSU-Politiker mit klarer Antwort auf die K-Frage

  • vonDominik Stallein
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Im September wird ein neuer Bundeskanzler gewählt - und noch steht nicht fest, wer für die Union antritt. Im Landkreis sind sich CSU-Politiker einig, wer ins Rennen gehen sollte.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und sein nordrhein-westfälischer Kollege Armin Laschet haben ihren Hut in den Ring geworfen. Wer von beiden als Kanzlerkandidat der Union bei der Bundestagswahl im September ins Rennen gehen wird, soll in den nächsten Tagen entschieden werden. Unter den CSU-Politikern im Landkreis herrscht Einigkeit, wer die Nachfolge von Angela Merkel antreten soll.

Das ist doch klar, wen ich in dieser Frage unterstütze“

JU-Chef Josef Rohrmoser aus Bad Heilbrunn

Josef Rohrmoser aus Bad Heilbrunn ist Vorsitzender der Jungen Union im Landkreis. „Das ist doch klar, wen ich in dieser Frage unterstütze“, antwortet er auf die K-Frage. Markus Söder soll als Kanzler kandieren. Mit dieser Meinung ist er nicht allein: „Man sieht es deutlich an den Umfragen: Markus Söder kommt sowohl bei der Parteibasis als auch bei den Bürgern besser an.“ Laut einer aktuellen Erhebung des Instituts infratest dimap halten 54 Prozent der Deutschen Söder für einen guten Kanzlerkandidaten. Unter den Unions-Anhängern ist Söder noch beliebter: 79 Prozent halten ihn für geeignet. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Laschet kommt auf 19 beziehungsweise 29 Prozent Zustimmung. Wenn die Union das Kanzleramt halten wolle – „und das wird alles andere als eine klare Geschichte“, glaubt Rohrmoser – müsse sie auf den Kandidaten setzen, der in den Umfragen die Nase deutlich vor seinem Konkurrenten hat.

Sabine Lorenz, Chefin der Frauen-Union im Landkreis

Der bayerische Ministerpräsident überzeugt die Chefin der Frauenunion (FU) im Landkreis, Sabine Lorenz, vor allem durch seine Entschlossenheit. „Ich bin ein Freund klarer Worte und Entscheidungen“, sagt die Stadt- und Kreisrätin aus Geretsried. In der Corona-Pandemie sammelte Söder als meinungsstarker und resoluter Krisenmanager Sympathiepunkte. „Man kann die Entscheidungen unterschiedlich bewerten, aber das ist mir lieber als ein ,heute so und morgen so’–Kurs“, sagt Lorenz.

Schwierigkeit: Ein Bayer in Berlin?

Dürfte sich der Geretsrieder CSU-Vorsitzende Martin Huber einen Wunschkandidaten aussuchen, dann würde seine Wahl ebenfalls auf Parteifreund Söder fallen. „Er bringt Besonnenheit in turbulenten Zeiten mit, ist konsequent in seinen Entscheidungen und scheut sich auch nicht davor, unpopuläre Entscheidungen zu treffen.“ Charaktereigenschaften, die Huber bei einem Bundeskanzler für wichtig hält. Allerdings sieht der Geretsrieder auch ein Risiko: Mit Franz-Josef Strauß und Edmund Stoiber habe es schon „zwei sehr charismatische Persönlichkeiten aus der CSU“ gegeben, die sich um das Kanzleramt beworben haben. „Der Sprung von Bayern nach Berlin ist noch keinem gelungen.“

Thomas Holz, CSU-Vorsitzender im Landkreis

Markus Söder kann das“

Thomas Holz, Vorsitzender der Landkreis-CSU

Thomas Holz, Chef des CSU-Kreisverbands, ist sich sicher: „Markus Söder kann das.“ Holz sieht den bayerischen Ministerpräsidenten im Zweikampf mit dem nordrhein-westfälischen Kollegen weit vorne: „Er hat gezeigt, dass er kein Zauderer ist und das Wohl der Bürger im Blick hat.“ Mit seinem Auftreten und seiner Ausstrahlung sei Söder „der tonangebende Ministerpräsident in Deutschland“. Der Kochler Bürgermeister sähe eine potenzielle Kanzlerkandidatur mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Ich würde Deutschland den Kanzler Söder wünschen – aber wir müssen auch sehen, dass Bayern dann wieder einen so guten Ministerpräsidenten braucht.“

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Lorenz‘ Wunsch: Eine Frau in der Staatskanzlei

Sollte Markus Söder tatsächlich nach Berlin umziehen, hat FU-Chefin Lorenz einen Wunsch für die Nachfolge in der bayerischen Staatskanzlei: „Es gibt viele Frauen in der CSU, die das Zeug dazu hätten.“ Die Kreisvorsitzende der Frauenunion würde darin „eine große Chance“ sehen.

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