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Eine schöne Tradition: Mit Kindern des Geburtsjahrgangs 2015 pflanzte Bürgermeister Michael Müller im Waldpark an der Jeschkenstraße einen Baum ein, genauer gesagt eine Elsbeere. 

Eine Elsbeere für den Jahrgang 2015

Bäumchen und Babylätzchen: Neubürgerempfang in Geretsried

211 Mädchen und Buben waren heuer zum Neubürgerempfang der Stadt Geretsried eingeladen. Für die Kinder, die 2015 zur Welt kamen, wurde eine Elsbeere gepflanzt.

Geretsried „Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.“ Das steht auf dem Schild neben der frisch gepflanzten Elsbeere im Waldpark an der Jeschkenstraße. Der zuvor von Stadtförster Sebastian Schlenz in die Erde gesetzte, eher seltene Laubbaum wurde am Freitagnachmittag von Kindern des Jahrgangs 2015 mit Erde zugeschaufelt und gegossen.

Waldpark um Linden, Kirschen und Tannen reicher

Jedes Jahr lädt die Stadt ihre jüngsten Bürger zu einer solchen Baumpflanzaktion ein. Der Waldpark ist dadurch schon um Linden, Kirschen und Tannen reicher. Bürgermeister Michael Müller ließ es sich nicht nehmen, selbst zum Spaten zu greifen und die Kinder tatkräftig bei der Arbeit zu unterstützen.

Die Elsbeere biete zahlreichen Insekten, Vögeln und anderen Tieren Lebensraum, erklärte Schlenz. Das Ziel sei auf Dauer ein gesunder Mischwald in dem Bereich zwischen Jeschkenstraße, Altvaterstraße und Brahmsweg. „Wenn es mit dem Klimawandel so weiter geht, ist als nächstes eine Palme an der Reihe“, scherzte Müller. Die Elsbeere stammt bereits aus etwas wärmeren Gefilden. Sie ist vor allem in Unterfranken zuhause.

Kennenlernen für Eltern

Vor der Pflanzaktion hielten Bürgermeister Müller, Stadtjugendpflegerin Sonja Schütz und die Familienbeauftragte des Stadtrats, Sonja Frank den traditionellen Neubürgerempfang ab. 211 Mädchen und Buben, die heuer und Ende vergangenen Jahres geboren wurden, waren mit ihren Eltern eingeladen. Gekommen waren etwa 40. In der Mitte der Mensa der Karl-Lederer-Schule hatten die Gastgeber Matten zum Krabbeln und Spielen aufgebaut. An den Tischen gab es Butterbrezen und Getränke.

Eines der jüngsten Babys dürfte die sieben Wochen alte Tamina gewesen sein, die friedlich in ihrem Kinderwagen schlief. Die frisch gebackenen Eltern Marina und Hermann Gross sagten, sie wollten an dem Nachmittag andere Eltern aus ihrer Wohngegend, dem Blumenviertel, kennenlernen und sich über die verschiedenen Einrichtungen in Geretsried informieren. Sonja Frank wies unter anderem auf die Familienpaten hin. Habe man keine Oma oder Tante am Ort, die gelegentlich auf den Nachwuchs aufpassen könne, und fühle sich dadurch überlastet, dürfe man sich gerne an die Paten wenden. Sie werden von der Diakonie Jugendhilfe vermittelt.

Angebot für Familien in Geretsried „sehr gut“

Das Angebot für Familien in Geretsried bewerteten Ursula und Axel Becker, selbst Neubürger seit 2013, auf Nachfrage unserer Zeitung als „sehr gut“. Das Ehepaar, das zuvor in München gelebt hatte und dorthin jeden Tag zur Arbeit fährt, hat zwei Kinder: die dreijährige Jana und den dreieinhalb Monate alten Lukas. Ursula Becker nannte den Mutter-Kind-Schwimmtag im Hallenbad und die Kinderabteilung der Stadtbücherei zwei schöne Einrichtungen. Mit der Kindertagesstätte am Künnekeweg sind die Eltern wegen der langen Öffnungszeiten ebenfalls sehr zufrieden. Lukas ist dort bereits vorgemerkt. „Was mir fehlt, sind kinderfreundliche Restaurants. Da gibt es in München wesentlich mehr Auswahl“, meinte die junge Mutter.

Julia und Florian Biedermann mit Sohn Raphael (drei Monate) bezeichneten den Neubürgerempfang als „nette Idee“. Allerdings hätten sie sich mehr Informationen erwartet. Über das nützliche Geschenk der Stadt, das sie am Ende der Veranstaltung mitnehmen durften, freuten sich alle: ein Lätzchen in Blau oder Rosa.

Tanja Lühr

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