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Es rührt sich etwas: Nach und nach wird das bestehende Gebäude am Karl-Lederer-Platz 14 bis 18 entfernt. Die meisten Arbeiten finden derzeit noch im Inneren und an der Rückseite des Gebäudes statt. Am Montag soll der Abrissbagger kommen. 

Karl-Lederer-Platz

Die Bagger rücken an

Der gewohnte Karl-Lederer-Platz ist bald Geschichte. Die Abrissarbeiten werden immer weiter sichtbar. Die Initiatoren des Bürgerbegehrens wollen den geplanten Neubau in letzter Minute verhindern.

Geretsried Am Karl-Lederer-Platz bewegt sich etwas. Die Bäume sind verpflanzt, die Gebäude 14 bis 18 sind komplett entkernt. Am Mittwoch haben die maschinellen Abbrucharbeiten begonnen (wir berichteten). Der Abrissbagger rückt am Montag an, um den rückwärtigen Teil des Hauses, das der Familie Krämmel gehört, abzubrechen. Das Material wird nach Auskunft der Firma Fiechtner Erdbau aus Habach im Hinterhof gesammelt und von dort abtransportiert – so muss der Karl-Lederer-Platz nicht komplett gesperrt werden.

Seit die Baugenehmigung des Landratsamts vorliegt, sind die rechtlichen Anforderungen für das siebenstöckige Wohn- und Geschäftsgebäude, genannt „Puls G“, erfüllt. Familie Krämmel betont, dass das Äußere des neuen Gebäudes in vielen Planungsschritten gemeinsam mit dem Gestaltungsbeirat und in Workshops mit dem Stadtrat entwickelt worden sei. Die Historie Geretsrieds sei berücksichtigt worden.

Listen für Bürgerbegehren sollen im Juni angegeben werden

Architekt Klaus Kehrbaum habe eine Hommage an Sep Ruf entworfen, den bekanntesten bayerischen Architekten der 1950er- bis 60er- Jahre, sagt Geschäftsführer Korbinian Krämmel. „In Anlehnung an seine Bauweise wurde Puls G mit einem Sockelgeschoss für den Handel, einer öffentlich zugänglichen Etage im ersten Obergeschoss, einer gläsernen Fuge und den darauf schwebenden Wohngeschossen entworfen.“

Während der Karl-Lederer-Platz der 60er-Jahre dabei ist, Geschichte zu werden, sammeln die Initiatoren des Bürgerbegehrens Unterschriften gegen die Neubauvorhaben Krämmels und der benachbarten Projekt KLP UG. Patrik Kohlert, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit innerhalb der Gruppe, teilt auf Anfrage mit, dass die Listen in der ersten Junihälfte im Rathaus abgegeben werden sollen. „Wir warten noch das Großereignis Firmenlauf am 31. Mai ab“, sagt Kohlert.

1546 Geretsrieder müssen sich in die Listen eintragen, damit das Bürgerbegehren gültig ist und von der Stadt auf Zulässigkeit geprüft werden kann. Dass das Begehren zu spät kommt und somit der Rechtsgrundlage entbehrt, glaubt Kohlert nicht. Der 36-jährige, Geretsrieder hat seine Ausbildung bei der Stadtverwaltung Geretsried gemacht und ist jetzt Leiter des Eglinger Bauamts. Ihm liege die Zukunft seiner Heimatstadt und des Zentrums am Herzen, sagt er. Deshalb wünsche er sich niedrigere, nicht so weit in den Platz ragende Baukörper.  Tanja Lühr

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