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Ziel erreicht: Auf diesem Niveau entsteht das zweite Untergeschoss der Tiefgarage. Für die Bodenplatte des Hauptkrans hebt ein Bagger noch einmal Erde aus. Der Kran wird so lange stehen bleiben, bis die vierte Etage des Hauses zu sehen ist.

Arbeiten am Karl-Lederer-Platz schreiten voran  

Baggern im Akkord

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Die Spartenverlegung im Geretsrieder Stadtzentrum ist fast abgeschlossen. Dafür geht es auf der Baustelle auf dem Karl-Lederer-Platz jetzt richtig los. Der Verbau der Baugrube ist fertig, und der erste Kran steht.

Geretsried – Überall auf dem Karl-Lederer-Platz herrscht am Donnerstagvormittag geschäftiges Treiben: Einige Bürger erledigen ihre Einkäufe, andere parken ihre Fahrzeuge ein und aus. Die Straße zwischen Häuserzeile und Baugrube teilen sich Radlader, Lastwagen, Autos und der Stadtbus. Dazwischen queren Fußgänger und Bauarbeiter die Straße. Manchmal stockt der Verkehr, und ein ungeduldiger Fahrer drückt auf die Hupe.

Alles ganz normal, findet Dr. Christoph Gottanka, Projektleiter bei der Firma Krämmel, die das Wohn- und Geschäftshaus „Puls G“ in Geretsried errichtet und in München noch weitaus größere Baustellen hat. „Es herrscht viel Verkehr, aber es läuft gut“, sagt der Ingenieur. Nicht wenige Parkplätze vor dem Rathaus und vor der Ladenzeile sind mit Baucontainern blockiert. Trotzdem gibt es immer noch freie Flächen auf den Ausweichparkplätzen vor und hinter dem Rathaus. Gottanka geht davon aus, dass in den nächsten ein bis zwei Wochen zumindest der Container neben der Litfaßsäule abgebaut wird. „Uns ist es ein Anliegen, möglichst viele Parkplätze zur Verfügung zu stellen“, betont der Projektleiter.

Bleiben werden hingegen die Rohrleitungen und die beiden kleinen Container mit den Sand- und Schlammfängen zur Reinigung des Wassers, das von der gegenüberliegenden Baustelle stammt und abgepumpt wird. Damit man die Läden vom Parkplatz aus auch wieder auf direktem Weg erreichen kann, werde zwischen diesen beiden Containern ein Übergang geschaffen, kündigt Gottanka an. Der Fußgängerverkehr soll sich auf dem „schönen, breiten Weg“ vor den Geschäften konzentrieren. Von den sechs bis sieben Baucontainern, die auf dem Parkplatz gegenüber des Rathauses stehen, werden drei bleiben. „Wir lassen sie lieber vor dem Rathaus stehen als vor den Läden“, meint der Projektleiter. „Wir wollen ein gutes Miteinander.“ Ab Mitte des Monats wird laut Stadtverwaltung der Hermann-Löns-Weg wieder frei befahrbar sein. Der Martin-Luther-Weg bleibt hingegen weiterhin für den Straßenverkehr gesperrt.

Anwohner und Geschäftsleute mussten schon einige Belastungen durch die Baustelle aushalten. Aber das Schlimmste, das Einrütteln der Spundwände, ist laut Gottanka vorbei. Der Verbau der riesigen Baugrube ist seit Montag fertig. Dort, wo größere Lasten abgefangen werden müssen, stehen anstatt der Spundwände Bohrpfähle aus Stahlbeton. „Das ist bei dem Trafohäuschen, bei den Garagen und dem angrenzenden Gebäude so.“

In der Baugrube geht es ganz schön weit nach unten – bis auf eine Tiefe von 4,50 Meter. Auf diesem Niveau entsteht das zweite Untergeschoss der Tiefgarage für das „Puls G“. Seit Mittwoch steht der erste Kran. Für die Bodenplatte des Hauptkrans hebt ein Bagger noch einmal Erde aus. Dieser Kran wird so lange stehen bleiben, bis die vierte Etage des Gebäudes zu sehen ist. „Das Haus wird sozusagen um ihn herumgebaut. Anschließend wird der Kran wieder herausgehoben.“

Vereinzelt sind auf der Baustelle Wasserlachen zu sehen. Dabei handle es sich nicht um Grundwasser, betont Gottanka. Die Spundwände seien abgedichtet, und in den vergangenen Tagen habe es geregnet. Die Firma Krämmel habe sich intensiv mit dem Thema Grundwasser auseinandergesetzt und technische Maßnahmen ergriffen – beispielsweise wurden für die Zeit der Bauphase Grundwasserüberleitungen gebaut. „Es gibt keine Probleme“, versichert der Ingenieur. „Bisher klappt alles so wie geplant und wie es mit den Behörden abgestimmt ist.“

Bis Ende des Jahres will Krämmel so viele Rohbauarbeiten wie möglich schaffen. Gottanka: „Also raus aus dem zweiten Untergeschoss, rein in die Fläche und ins erste Untergeschoss. Dann wird uns der Winter einholen.“

Sorgentelefon

Wer Fragen zur Baustelle der Firma Krämmel hat, kann sich bei Uwe Schenk und Andreas Kruck unter Telefon 0 81 71/6 29 99 96 melden.

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