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Überzeugten mit melancholischen Popsongs: „Balloon Pilot“ mit Sänger Matze Brustmann.

Kleinkunstbühne Hinterhalt

"Balloon Pilot" stellen neues Album vor

Geretsried - Am Valentinstag stellten die fünf Musiker von "Balloon Pilot" ihre neuesten, melancholischen Popsongs vor. "Eleven crooked things" heißt ihr neues Album. Belohnt wurden sie mit viel Applaus und roten Rosen.

Die Kleinkunstbühne Hinterhalt ist für die fünf Musiker von „Balloon Pilot“ so etwas wie ihr eigenes Wohnzimmer. Sänger Matze Brustmann nippte dort schon im Teenageralter an seinen ersten Bieren und trat in den vergangenen 20 Jahren mit verschiedenen Formationen unzählige Male dort auf. Auch Schlagzeuger Andi Haberl und Bassist Benjamin Schäfer begeisterten in Gelting mit der mittlerweile auch international bekannten Jazzgruppe Max.bab des Öfteren das Publikum.

Elf zeitlos schöne Songs, frisch zur Welt gebracht

Die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte, die natürlich vollbesetzt war, fiel deshalb besonders herzlich aus. Wirtin Assunta Tammelleo und ihr Team ließen es sich nicht nehmen, anlässlich des Valentinstags Rosen auf die Bühne zu stellen. Da wirkte es fast unglaubwürdig, dass Sänger Brustmann schon im ersten Song klarstellte: „I don’t believe in romance“ („Ich glaube nicht an Romantik“). Denn selbstverständlich sind die Songs des neuen „Balloon-Pilot“-Albums „Eleven Crooked Things“ von einer melancholischen Grundstimmung durchzogen, die gut zum nasskalten Februarwetter am Sonntagabend passte. Brustmanns Stimme erinnerte in den besten Momenten an den früh verstorbenen amerikanischen Songwriter Elliot Smith oder Mark Everett von den „Eels“. Seine Stimme schwebt und sinniert, klagt und träumt, zielt und trifft. Das Ergebnis: elf zeitlos-schöne Songs, frisch auf die Welt gebracht. Sein variantenreiches Spiel an der Picking-Gitarre schien dagegen eher von Paul Simon beeinflusst zu sein.

Das Album ist ab dem 11. März offziell zu haben

Nach einem ruhigen Beginn nahm das knapp zweistündige Konzert erst gegen Ende richtig an Fahrt auf. Schlagzeuger Andi Haberl (unter anderem Drummer von „The Notwist“) und Bassist Benjamin Schäfer trieben den Rhythmus energisch voran. In „Nothing But Air“, „Recently“ und „When The Planets Collide“ ließen Christian Radojewski und Matze Brustmann dann sogar kurz die Gitarren krachen. Die Lautstärkeregler waren indes mit Rücksicht auf die Zuhörer, zu denen unter anderem auch die Eltern einiger Bandmitglieder gehörten, nicht bis zum Anschlag aufgedreht. Die letzte Zugabe „I Won’t Let Go“ klang dennoch wie ein Versprechen, nicht nachzulassen.

Als Belohnung für ihre treue Fangemeinde verkaufte die Band schon an diesem Abend ihr aktuelles Album, das offiziell erst ab dem 11. März zu haben ist. Und Kurzentschlossenen sei das „Balloon-Pilot“-Konzert am heutigen Dienstagabend im Münchner Club Milla (Holzstraße 28, Beginn um 21 Uhr) wärmstens empfohlen. Peter Hermann

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