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Die Übersicht und Erfahrung von Center Robert Dühring (re.) brachte dem TuS den ersten Saisonsieg ein. 

Basketball

Trauerspiel mit glücklichem Ende

Center Robert Dühring rettet hauchdünnen Geretsrieder 69:68-Verlängerungssieg gegen DJK Landsberg II

GeretsriedNach der knappen Niederlage zum Saisonauftakt wollten die hoch motivierten Geretsrieder Basketballer beim ersten Heimspiel gegen den DJK Landsberg II beeindrucken. „Wir wollen den Fans zeigen, dass wir auch in der Bezirksliga eine gute Leistung abliefern können“, war Spielertrainer Thomas Martin selbstbewusst. Doch was den Zuschauern beim hauchdünnen 69:68 (24:23)-Verlängerungssieg geboten wurde, war ein Trauerspiel. Die dezimierten Landsberger dominierten das Spiel beinahe nach Belieben. Erschwert wurde der Aufbau der Geretsrieder dadurch, dass Spielmacher Thomas Martin mit kleinlich gepfiffenen und einem dummen fünften Foul auf die Bank gezwungen wurde. Ebenso erging es Spielmacher Damir Sinanovic kurz darauf.

Dass die Hausherren zur Halbzeit mit einem Punkt vorne lagen (24:23), war dem routinierten Center Robert Dühring sowie einer guten Defensive zu verdanken. „Wenigstens in der Verteidigung haben wir wenig zugelassen und den Landsberger Topscorer Franz-Xaver-Egger zumindest bis dahin mit null Punkten kalt gestellt“, fand Spielertrainer Martin immerhin einen positiven Aspekt in der ersten Halbzeit. Die Ausrichtung für die zweite Hälfte war klar: Offensiv endlich als Team zu funktionieren. Doch vom Gastgeber ging weiterhin wenig Gefahr unterm Korb aus. Dazu kam, dass TuS-Center Dühring bei jedem Angriff zumindest gedoppelt wurde. „Dadurch hat sich sehr viel Platz für die anderen Spieler ergeben, aber wir haben die Lücken nicht ausgenutzt“, haderte der Trainer mit seinem Team.

Es dauerte bis zur 37. Minute, ehe „Big Man“ Blazenko Golemac gut angespielt wurde und wichtige Punkte in der Schlussphase erzielte. Darunter der entscheidende Punkt durch Freiwurf, der zum 59:59-Ausgleich und so zur Verlängerung führte. Gold wert war nun die Erfahrung von Dühring, der nahezu alle Punkte in der Verlängerung erzielte. Nachdem der Landsberger Topscorer Egger 15 Sekunden vor Spielende mit einem wilden Dreier die Gäste in Führung gebracht hatte, nutzte Martin die letzte Auszeit. Allerdings wurde der angesagte Spielzug nicht umgesetzt. Wieder war es Dühring, der sich den Offensive-Rebound angelte, umzingelt von Verteidigern aus der Drehung den Ball per Buzzer Beater zum Sieg verwandelte. „Das war beeindruckend“, schwärmte der Trainer von seinem Center. „An das Ergebnis gilt es in den kommenden Spiele anzuknüpfen, allerdings wollen wir dann auch schönen Teambasketball spielen.“

Kaltes Wasser und keinGeld für neue Körbe

Auch abseits des Basketballfeldes lief nicht alles reibungslos. „Es war peinlich, den gastierenden Mannschaften zu erklären, dass sie kalt duschen müssen“, berichtet Thomas Martin von einem Ärgernis. Mit warmem Wasser ist in der Adalbert-Stifter-Halle erst mit Fertigstellung des neuen Heizkraftwerkes zu rechnen. „Das ist eine bodenlose Frechheit und fördert bestimmt nicht das Image der Stadt“, ist Martin sauer aber nicht überrascht von den Sparmaßnahmen der Stadt. Bereits vor dem Saisonstart gab es Missmut beim TuS. Grund: In der neuen Liga sind die veralteten Basketballkörbe nicht mehr zugelassen. „Eine finanzielle Unterstützung der Stadt für die Anschaffung einer neuen Korbanlage ist allerdings nicht zu erwarten“, glaubt Martin.   red

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