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Ein Fußgängertunnel soll das Geretsrieder Rathaus mit der geplanten Tiefgarage unter dem Karl-Lederer-Platz verbinden. Doch die Ausschreibung des Projekts verlief enttäuschend.

Umgestaltung des Rathauses

Bau des Fußgängertunnels macht Schwierigkeiten

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Eine negative Überraschung hat die Stadtverwaltung erlebt, als sie die Verbau- und Rohbauarbeiten zur Anbindung des Rathauses an die geplante Tiefgarage ausgeschrieben hat. Wie berichtet stellte Architekt Klaus Kehrbaum bereits vor zwei Jahren das erste Konzept der Verbindung mittels eines Fußgängerübergangtunnels vor. Nun soll es verwirklicht werden.

Geretsried – „Die beschränkte Ausschreibung ist enttäuschend verlaufen“, berichtete Stadtarchitekt Christian Müller in der Stadtratssitzung am Dienstag. Insgesamt wurden fünf Firmen aufgefordert, ein Angebot für den Verbau abzugeben. Gemeldet hat sich allerdings nur ein Unternehmen, das 367 339 Euro veranschlagte und damit die ursprüngliche Kostenschätzung von rund 90 000 Euro um mehr als das Vierfache übertraf. „Der Unterschied ist eklatant“, konstatierte Müller.

Ebenfalls deutlich über dem Limit lag das Angebot für den Rohbau. Statt der zuvor eingeplanten 228  107 Euro verlangte ein Unternehmen für die Arbeiten 395 000 Euro. Bürgermeister Michael Müller schlug deshalb vor, die beschränkte Ausschreibung für die Gewerke Verbau und Rohbau aufgrund „schwerwiegender Gründe“ aufzuheben. Um ein besseres Ergebnis zu erzielen, findet nun eine freihändige Vergabe statt. Die Angebote sollen schon in den kommenden zwei Wochen eingeholt und dem Stadtrat in seiner Junisitzung zur Abstimmung vorgelegt werden. Die Gremiumsmitglieder erteilten diesem Beschlussvorschlag ohne Gegenstimme ihr Einvernehmen.

Im Haushalt 2018 sind Mittel in Höhe von 750 000 Euro für die Anbindung des Rathauses an die Tiefgarage eingeplant. Der für den Bau einer Aufzugsanlage erforderliche Betrag von 220 000 Euro wird in den Haushaltplan 2019 eingestellt.

ph

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