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Große Ehrennadel und Urkunde: Tobias Straubinger vom Verband der bayerischen Wohnungswirtschaft (re.) zeichnete Walter Büttner aus. Der SPD-Stadtrat engagierte sich 31 Jahre bei der Baugenossenschaft. Aus Altersgründen scheidet Büttner zum Jahresende aus. 

Vertreterversammlung in den Ratsstuben

Baugenossenschaft: Ein Abschied und viele gute Nachrichten

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Walter Büttner verlässt die Führungsebene der Baugenossenschaft. Ansonsten bekam die Vertreterversammlung aber nur gute Nachrichten zu hören. 101 Wohnungen in Geretsried sind fast wie neu.

Geretsried – Der Fehlschlag der Geothermiebohrung sorgt nicht nur bei der Stadt für Enttäuschung. Auch die Baugenossenschaft (BG) findet das laut Geschäftsführer Wolfgang Selig „sehr bedauerlich“. Die Genossenschaft mit ihren über 2200 Wohnungen hatte auf die Geothermie als Energieträger für ihre Heizungsanlagen gesetzt. „Wir werden uns eine Lösung überlegen müssen“, sagte Selig in der Vertreterversammlung am Donnerstagabend in den Ratsstuben. Wie berichtet hatte das Unternehmen Enex am Dienstag bekannt gegeben, dass auch die zweite Bohrung nicht ausreichend Wasser zutage gefördert hat.

Neubau und Investitionen in Altbestand

Ansonsten hatte Selig nur gute Nachrichten zu verkünden. Seit diesem Sommer ist der Neubau an der Ecke Schubertweg/Richard-Wagner-Straße fertig. Die 27 öffentlich geförderten und bezogenen Wohnungen seien alle barrierefrei, drei sogar komplett rollstuhlgerecht. Als nächstes will die Genossenschaft zwischen Siebenbürger Straße und Veilchenweg drei Mehrfamilienhäuser mit zirka 50 Wohneinheiten errichten. Die alten Garagen am Rosenweg 46 sollen zudem durch ein Parkhaus ersetzt werden.

Geld steckt die Genossenschaft auch in ihren Altbestand. Am Berliner Weg wurden in diesem Jahr die letzten der insgesamt 101 Wohnungen kernsaniert. „Wir haben in acht Jahren sechs Millionen Euro investiert“, berichtete der Diplom-Kaufmann.

Am Lorenz-Areal ist noch nichts endgültig

Auch das ehemalige Lorenz-Areal war natürlich Thema. Dort will die BG Ersatzwohnungen für die Mieter aus der Egerlandstraße 58 bis 74 schaffen. Die alten Blöcke mit der Eternitfassade sollen im Jahr 2019 abgebrochen werden. Geplant ist ein moderner Neubau mit 93 Wohnungen. Bis jetzt gebe es für das Lorenz-Areal aber nur eine schriftliche Absichtserklärung zwischen der BG und dem Bauunternehmen Krämmel, sagte Selig. „Hier ist noch nichts endgültig.“

Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden die Tierheilpraktikerin und SPD-Stadträtin Kerstin Halba sowie Apothekerin Barbara Henkel. Sie rücken für die verstorbene Elfriede Wachtmann und Hans Schmid nach. Der Altbürgermeister wechselt für Walter Büttner in den Vorstand. Der Geretsrieder war 31 Jahre in der Führungsebene der Genossenschaft und scheidet aus Altersgründen aus. Für sein Engagement wurde der 71-Jährige vom Verband der bayerischen Wohnungswirtschaft mit der großen Ehrennadel ausgezeichnet.

Aufsichtsratsvorsitzender Ulrich Schölderle dankte Büttner für die langjährige Unterstützung. Dieser wiederum bedankte sich bei den Vertretern der Baugenossenschaft. „Sie sind das wichtigste Organ. Alles geht von ihnen aus. Das ist der echte genossenschaftliche Gedanke“, sagte das SPD-Urgestein. Er bedauere sein Ausscheiden aus dem Vorstand. Aber er werde die Aktivitäten der BG als Stadtratsmitglied weiter verfolgen.

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