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Gezählt sind die Tage dieser Häuserzeile an der Egerlandstraße. Die Gebäude sollen abgebrochen werden. 

egerlandstraße 58 bis 74  

Baugenossenschaft: Die ersten Mieter sind ausgezogen

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Aus den Blöcken der Baugenossenschaft (BG) an der Egerlandstraße sind die ersten Mieter ausgezogen. Beginnt man dort vielleicht schon früher mit Abriss? Der ist eigentlich für 2019 vorgesehen.

Geretsried – „Tatsächlich sind ein paar Wohnungen bereits leer“, sagt BG-Geschäftsführer Wolfgang Selig im Gespräch mit unserer Zeitung. Um genau zu sein, sind neun von 72 Wohnungsmietparteien plus zwei gewerbliche Mieter aus den Blocken an der Egerlandstraße ausgezogen. „Wir haben alle informiert, aber keine Deadline gesetzt“, so Selig. „Der allergrößte Teil der Mieter wohnt unverändert in den Häusern.“

Diejenigen, die bislang ausgezogen sind, haben laut dem Geschäftsführer schon ein Ersatzquartier – zum Beispiel am Johannisplatz – gefunden. Oder sie hatten andere Gründe, warum sie Umzugskisten packten. Oftmals spielten Alter und Gesundheit eine Rolle. „Spätestens 2018, eventuell auch schon früher, werden wir aber Kündigungen aussprechen“, kündigt Selig an. Vorausgesetzt, der Stadtrat ist mit den Plänen der Genossenschaft einverstanden.

Abbruchtermin im ersten Halbjahr 2019

Nach der Kündigung haben die Mieter mindestens neun Monate Zeit auszuziehen. Unterbringen will sie die BG in dem geplanten Wohngebiet auf dem ehemaligen Lorenz-Areal; dort soll 2018 mit dem Bau begonnen werden. Der muss natürlich erst stehen, bevor die Mieter aus- und dort einziehen können. Deshalb bleibe es auch beim vorgesehenen Abbruchtermin im ersten Halbjahr 2019. „Nach neuesten Erkenntnissen müssen wir auch auf naturschutzrechtliche Belange Rücksicht nehmen“, berichtet Selig. Konkret geht es dabei um den Mauersegler. Selig zufolge gibt es an den Häusern zwar keine Vogelnester. „Wir müssen aber sicherstellen, dass durch den Abriss nicht irgendwelche Nester beschädigt werden.“

Wohn- und Geschäftshaus mit 93 Wohnungen soll entstehen

Anstelle der alten Häuserzeile soll wie berichtet ein modernes Wohn- und Geschäftshaus mit 93 Wohnungen errichtet werden. Im Erdgeschoss des „BGZ Ost“, so der Arbeitstitel, sind Handelsflächen vorgesehen: zwei größere (zirka 1200 Quadratmeter und 700 Quadratmeter Verkaufsfläche) und eine mittelgroße, gastronomietaugliche Fläche (etwa 300 Quadratmeter). Dazu kommen zwei sogenannte Mikroläden mit jeweils um die 25 Quadratmeter. „Die großen Läden werden als zusätzliche Magneten in der Egerlandstraße wirken“, ist sich Selig sicher, „und die neuen Läden werden insgesamt die Vielfalt beleben und zur Aufwertung der Egerlandstraße beitragen.“ Für die größte Fläche ist auch ein Discounter im Gespräch. „Das ist aber nur eine Möglichkeit“, betont der Geschäftsführer. Man habe sich bewusst nicht auf eine Branche festgelegt.

Bevor die BG mit möglichen Interessenten verhandeln kann, muss sich die Politik mit einem Grundsatzbeschluss zu den Plänen bekennen. „Das ist der wichtigste Faktor“, sagt Selig. „Das würde Baurecht ermöglichen.“ Erst dann kann bei den zuständigen Behörden ein Bauantrag eingereicht werden.

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