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Baugenossenschaft gibt heuer für Sanierungen 5,5 Millionen Euro aus

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Von: Doris Schmid

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Der Parkdruck rund um den Johannisplatz ist hoch: Am Dompfaffenweg errichtet die Baugenossenschaft Geretsried – auf dem Geschäftsführer Wolfgang Selig – jetzt eine Tiefgarage.
Der Parkdruck rund um den Johannisplatz ist hoch: Am Dompfaffenweg errichtet die Baugenossenschaft Geretsried – auf dem Geschäftsführer Wolfgang Selig – jetzt eine Tiefgarage. © Sabine Hermsdorf-Hiss

Nicht nur in Neubauten steckt die Baugenossenschaft Geretsried Millionenbeträge. Auch in Bestandsgebäude werden Millionen investiert.

Geretsried – Nicht nur in Neubauten steckt die Baugenossenschaft Geretsried (BG) Millionenbeträge. Heuer sind es 5,5 Millionen Euro, die die BG hauptsächlich in sogenannte Hüllen- und in Innensanierungen steckt.

Hüllensanierung am Johannisplatz geht weiter

Im vergangenen Jahr erhielten die Wohnblöcke am Johannisplatz 23 bis 29 ein neues Äußeres. Heuer geht es gleich nebenan am Dompfaffenweg 27 bis 31 mit der Hüllensanierung weiter. So werden an den Gebäuden die alten Holzfenster mit Einfachverglasung gegen Kunststofffenster mit Isolierglas getauscht. „Wir machen ein Wärmedämmverbundsystem auf die Fassade und wir dämmen die Kellerdecke“, zählt BG-Geschäftsführer Wolfgang Selig auf. Dazu kommen kleinere Elektro- und Brandschutzmaßnahmen sowie die Neugestaltung der Außenanlagen. Haustüren und Flachdächer seien bereits in den Vorjahren saniert worden.

Neue, geräumigere Balkone werden installiert

Auch die Balkone werden erneuert. Dafür müssten diese teilweise gesperrt werden. Das sei ein bisschen lästig, räumt Selig ein. Aber die Innenräume seien zu 100 Prozent nutzbar. Die neuen Balkone werden laut dem BG-Chef größer und vom Gebäude energetisch abgekoppelt. Letzteres sei notwendig, um Kältebrücken zusätzlich zu dämmen oder zu optimieren. In Zeiten vor der ersten Ölkrise – und die Bebauung am Johannisplatz stammt aus dieser Zeit – habe man für einen Balkon die Decke einfach über das Gebäude hinaus betoniert. „Wenn es im Winter sehr kalt ist, kann die Kälte ungeschützt ins Haus reinziehen“, erklärt der Geschäftsführer. Damit gehe ein hoher Energieverbrauch einher. „Da haben wir eine gewaltige Kostenentwicklung“, sagt Selig mit Blick auf die rasant steigenden Energiepreise. Im Herbst soll die Hüllensanierung abgeschlossen sein.

Wie berichtet will die BG auch die Tiefgarage vergrößern. Die Grube für das Bauwerk ist bereits ausgehoben. Ob sie mit der bestehenden Parkgarage verbunden wird, ist Selig zufolge noch offen. Das ist abhängig von der Genehmigung durch das Landratsamt, die noch ausstehe. Sollte die Behörde grünes Licht geben, könnte man in die Tiefgarage von zwei Seiten ein- und ausfahren (von der Sperlingstraße und vom Dompfaffenweg).

Auch zwei klassische Kernsanierungen stehen in diesem Jahr auf der Agenda. Nachdem 2021 die Häuser am Marienburgweg 9 und 13 dran waren, geht es heuer mit den Gebäuden mit den Hausnummern 5 und 7 weiter. Sie sind über 60 Jahre alt und damit an der Reihe. „Wenn Objekte so alt sind, rosten einem die Wasserleitungen hinter den Fliesen durch“, sagt Selig. Das wolle man vermeiden, „sonst ist das nur noch Flickwerk“.

80.000 Euro kostet die Runderneuerung einer Wohnung

Für diese umfangreichen Modernisierungen – es bleiben nur die Grundmauern übrig – müssen die Mieter für vier bis sechs Wochen in Ersatzwohnungen ziehen. Toiletten, Bäder, Küchenanschlüsse, Böden, Innentüren und Steckdosen: Alles wird neu gemacht. Etwa 80.000 Euro kostet die BG die Runderneuerung einer Wohnung. „Dort müssen wir dann auch die Mieten erhöhen“, räumt der Geschäftsführer ein. Doch die Mieter hätten dafür Verständnis. In den meisten Fällen komme die Sanierung gut an, „weil das Wohngefühl deutlich besser ist“.

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Insgesamt nimmt die BG 5,5 Millionen Euro für die Instandsetzungen in die Hand. In die Großmaßnahmen fließen allein 3,5 Millionen Euro. „Zwei Millionen Euro brauchen wir für den üblichen Kleinkram wie durchgebrannte Steckdosen und kaputte Kloschüsseln.“

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