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Baum in der Baugrube: Ein Anwohner hat es sofort im Bild festgehalten. 

Baustelle im Stadtzentrum

Ein Baum war nicht zu retten

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Sehr verärgert war Arnold Schmidt, als er vor Kurzem am Karl-Lederer-Platz Folgendes beobachtete: Eine Gleditschie, mindestens 20 Jahre alt, wurde entwurzelt und in die Baugrube geworfen. „Warum macht man nicht alles, um den Baum zu retten?“, fragt der Anwohner.

Geretsried – Einige Bäume mussten der Baustelle im Zentrum weichen. Die Stadt verpflanzte sie mit Hilfe einer Spezialfirma an die Adalbert-Stifter-Schule sowie Böhmerwald- und Elbestraße, damit sie bei der Spartenverlegung nicht beschädigt werden. Wenn der Karl-Lederer-Platz umgestaltet ist, sollen neue Bäume gepflanzt werden, denen die Erdschicht über der Tiefgarage ausreicht.

Arnold Schmidt hat nach Auskunft der Stadt den einzigen Baum entdeckt, der nicht umgepflanzt wurde. „Er war so mit den Leitungen verwachsen, dass wir ihn nicht unbeschädigt herausnehmen hätten können“, erklärt Pressereferent Thomas Loibl auf Nachfrage unserer Zeitung.

Nach einer umfassenden Überprüfung erteilte Inken Domany vom städtischen Umweltamt ihre Zustimmung, den Baum zu entfernen. „Weil er auf städtischem Grund stand, war dafür keine Sondergenehmigung des Landratsamtes notwendig“, so Loibl. Die Behörde sei im Vorfeld trotzdem informiert worden.

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