Mit 250 Gästen feierte die Geretsrieder Feuerwehr am Samstag ihr 70-jähriges Bestehen in den Ratsstuben.
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Mit 250 Gästen feierte die Geretsrieder Feuerwehr am Samstag ihr 70-jähriges Bestehen.

Die Jüngsten feiern ihren 70.

Freiwillige Feuerwehr Geretsried erntet viel Lob zur Feier ihres Gründungstages

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70 Jahre alt ist die Freiwillige Feuerwehr Geretsried. Das wurde am Wochenende groß gefeiert.

Geretsried – Sie ist die jüngste Feuerwehr im Landkreis: Mit einem Gedenkgottesdienst vor der Wache Nord und einem Festakt in den Ratsstuben feierte die Freiwillige Feuerwehr Geretsried am Samstag mit rund 250 Gästen ihr 70-jähriges Bestehen. „Die Jüngsten“, nahm Kreisbrandrat Alfred Schmeide in seiner Rede den Faden auf, sind „mittlerweile auch die größte der drei Stadtfeuerwehren“.

Geretsried verfügt über 15 Fahrzeuge, die in zwei Wachen untergebracht sind, 90 Ehrenamtliche stehen rund um die Uhr bereit, um in Notfällen zu helfen. „Und wenn ich mir eure Einsatzzahlen anschaue“, erklärte Schmeide weiter, „steht Ihr auch hier an der Spitze.“

Das konnte Kommandant Erik Machowski nur bestätigen. „Durch den Anstieg von Industrie und Mobilität haben sich unsere Alarmierungen seit den 70er-Jahren verfünffacht.“ Das bringe allerdings auch steigende Anforderungen mit sich. „Denn die Stadt wächst weiter – Wohn- und Industriegebiete liegen nebeneinander. Da müssen wir uns auch von der Ausrüstung her anpassen.“

Lesen Sie auch: So ist die Freiwillige Feuerwehr Geretsried entstanden

Machowski verwies auf die beiden Wechsellader-Fahrzeuge, die der Wehr als erste im Landkreis seit 2015 zur Verfügung stehen. Durch die austauschbaren Abrollcontainer mit verschiedenen Beladungen können so mehrere Aufgaben mit einem Fahrzeug erledigt werden, und es kann auch entsprechend schnell reagiert werden. „Wir sind gut aufgestellt“, so der Kommandant.

Die gestiegenen Einsatzzahlen und die vielfältigen Einsatzgebiete haben auch einen positiven Aspekt. sagte der Kreisbrandrat: „Ihr bringt dadurch eine große Erfahrung mit, was das Abarbeiten von Einsätzen mit allen Schwierigkeiten angeht. Davon können alle anderen lernen“

Doch es gibt auch Schattenseiten. Landrat Josef Niedermaier: „Die Erwartungshaltung in der Bürgerschaft steigt ebenso. Ganz nach dem Motto: ,Die Feuerwehr wird’s schon machen‘.“ Beeindruckt zeigte sich Niedermaier von der rasanten Entwicklung, die die Geretsrieder Feuerwehr seit ihrer Gründung durchgemacht hat. „70 Jahre sind gerade einmal zwei Generationen. Angefangen habt Ihr mit ein paar Schläuchen und einer Tragkraftspritze – das kann man mit heute gar nicht vergleichen.“

Als „erste Bürgerinitiative“ bezeichnete Geretsrieds Rathauschef Michael Müller die Wehr. „Ihr habt in der Not sofort reagiert“, sagte er rückblickend auf den Lagerbrand am 3. Juli 1949 auf der Böhmwiese, der zur Gründung der ersten Lagerfeuerwehr geführte hatte. „Und: Ihr wart da, bevor es uns als Gemeinde überhaupt gab.“ Erst im kommenden Jahr feiert Geretsried 70 Jahre Gemeindegründung und 50 Jahre Stadterhebung. Jedoch: „Einen freiwilligen Einsatz kann man nicht verordnen – und so kann ich nur danke sagen. Ihr steht für 70 Jahre Sicherheit“, brachte Müller seinen Stolz zum Ausdruck. Auch lobte er die erstklassige Nachwuchsförderung und Jugendarbeit. „Nachwuchsmangel ist bei Euch ein Fremdwort. Und die Mitglieder der Jugendfeuerwehr sind die Einsatzkräfte von morgen.“

Dass so ein Engagement keine Selbstverständlichkeit ist, hatte zuvor Pfarrer Stefan Scheifele im Gedenkgottesdienst vor der Wache Nord erklärt. Er verwies darauf, dass in den vergangenen Jahren landesweit rund 2000 Feuerwehren aufgelöst worden sind. In Geretsried würde ehrenamtliches Engagement dagegen großgeschrieben. „Sie sind bereit, neben dem Beruf Ihre Freizeit für andere zu opfern. In allen von ihnen steckt ein göttlicher Funke – bitte lassen Sie ihn leben und schützen Sie ihn.“

sh

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