Unser Nachruf auf Richard Kameter

Bester Stockschütze, feiner Kamerad und zuverlässiger Kollege

Richard Kameter ist im Alter von 59 Jahren verstorben. Er wird seiner Familie, seinen Kollegen und seinen Freunden vom Eisstockschützenverein Geretsried fehlen. Unser Nachruf.

Geretsried Für seine Familie, seine Kollegen und die Freunde vom Eisstockschützenverein Geretsried (ESV) völlig unerwartet ist Richard Kameter im Alter von 59 Jahren verstorben. „Kurz vor Mitternacht bekam er am Zweiten Weihnachtsfeiertag bei sich zuhause plötzlich keine Luft mehr. Der sofort herbeigerufene Notarzt konnte ihn nicht mehr retten“, sagt Hans Sonner. Der stellvertretende Kassier beim ESV war eng mit Kameter befreundet. Erst im November war dieser zum Vorsitzenden des Vereins gewählt worden – zuvor war er Zweiter Vorsitzender.

Richard Kameter ist im Alter von 59 Jahren verstorben.

Neuneinhalb Jahre lang engagierte sich Richard Kameter über die Maßen beim ESV. „Der Ritschi war der beste Stockschütze, den ich je gekannt habe“, sagt Sonner. Zusammen spielten die beiden in der Ersten Mannschaft, nahmen erfolgreich an Turnieren in der Bezirksoberliga teil. Doch nicht nur in sportlicher Hinsicht sei der in Faistenhaar aufgewachsene Kameter ein feiner Kamerad gewesen. Er habe sich auch um alles gekümmert. Die neue Asphaltbahn, die der Verein im Frühjahr 2017 bekam, sei dem damaligen Zweiten und dem Ersten Vorsitzenden Franz Killinger zu verdanken. Die beiden hätten mit dem Bürgermeister verhandelt, die Firmen ausgesucht und beauftragt und den Bau beaufsichtigt, erinnert sich der Zweite Kassier. „Ritschi“ habe mit angepackt, wo es nur ging. Für den heuer anstehenden Umbau des Vereinsheims hatte der 59-Jährige ebenfalls schon alles geplant. „Man konnte sich hundertprozentig auf ihn verlassen. Er hinterlässt eine riesige Lücke“, sagt sein Freund Sonner. Das traditionelle Frühjahrsturnier solle ein Richard-Kameter-Gedächtnisturnier werden. Kameters Frau Gerdi ist als Schriftführerin im Verein aktiv.

Als „zuverlässigen und sehr geschätzten Kollegen“ beschreiben die Mitarbeiter der Inselhaus Kinder- und Jugendhilfe den Verstorbenen. Kameter arbeitete als Technischer Leiter bei der gemeinnützigen Organisation. Der lebenslustige Vater dreier Kinder aus zwei Ehen hatte einen guten Draht zur Jugend. Auch an seinem Arbeitsplatz im Inselhaus wird er sehr fehlen.  tal

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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