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Bezahlbarer Wohnraum in Geretsried: Freistaat beteiligt sich an neuem Quartier

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Die Ansicht zeigt den Blick von der Banater Straße auf das neue Wohngebiet in Geretsried.
Die ersten Häuser entstehen im nördlichen Drittel des Areals. Die Ansicht zeigt den Blick von der Banater Straße auf das neue Wohngebiet. © Kehrbaum Architekten

770 Wohnungen entstehen auf dem ehemaligen Lorenz-Areal in Geretsried. Jetzt steht fest: Einen Teil davon baut die staatliche Wohnungsbaugesellschaft BayernHeim.

Geretsried – Die staatliche Wohnungsbaugesellschaft BayernHeim steigt bei dem Projekt „Wohnen an der Banater Straße“ ein. Der Kaufvertrag sei unterzeichnet worden, teilte das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr am Montag mit.

Auf dem ehemaligen Lorenz-Areal plant die Wolfratshauser Unternehmensgruppe Krämmel ein neues Quartier mit insgesamt 770 Wohnungen samt Kindertagesstätte, Boarding-House und Gewerbeeinheiten. Das Projekt soll in mehreren Bauabschnitten umgesetzt werden. An den Gebäuden im nördlichen Drittel des 4,7 Hektar großen Grundstücks beteiligt sich die BayernHeim.

Bezahlbarer Wohnraum: BayernHeim errichtet 198 Wohnungen in Geretsried

In ihrem Auftrag errichtet Krämmel 198 Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von über 12 600 Quadratmetern, einem Gemeinschaftsraum und vier kleineren Gewerbeeinheiten. Die barrierefreien Wohnungen in unterschiedlichen Größen eignen sich sowohl für Familien als auch für Seniorenhaushalte und für Menschen mit Behinderung. Sie sollen Haushalten mit niedrigem Einkommen zur Verfügung stehen. „Wir setzen alle Hebel in Bewegung, um überall kostengünstigen und attraktiven Wohnraum zur Verfügung zu stellen“, so Bauministerin Kerstin Schreyer.

Der Freistaat hat die BayernHeim 2018 gegründet. Ihr Ziel ist, bis 2025 10 000 Wohnungen zu ermöglichen. Diese sollen an Standorten in Bayern entstehen, an denen das vorhandene Wohnungsangebot nicht ausreicht. 159 der 198 BayernHeim-Wohnungen in Geretsried werden einkommensorientiert gefördert. Das bedeutet, sie werden an Menschen vergeben, denen das Landratsamt einen Wohnberechtigungsschein bewilligt. „Die Einkommensgrenze ist relativ hoch“, erklärt Geschäftsführer Korbinian Krämmel. Viele wüssten gar nicht, dass das für sie in Frage komme. Bei den restlichen 39 handelt es sich um frei finanzierte Mietwohnungen, auf die Einheimische nach dem „Geretsrieder Modell“ ein Erstzugriffsrecht haben. Das gilt auch für die 140 Eigentumswohnungen, die Krämmel ebenfalls im ersten Bauabschnitt errichtet. Der Verkauf startet nächstes Jahr. Einzugstermin für die Wohnungen soll 2025 sein.

Insgesamt 770 Wohnungen an Banater Straße geplant

Die örtliche Baugenossenschaft hatte bereits 2018 erklärt, das Projekt mit Blick auf den Neubau an der Egerlandstraße und die Ersatzwohnungen an der Siebenbürger Straße nicht stemmen zu können. Auf der Suche nach einem langfristigen Partner habe die BayernHeim eine „seriöse Perspektive“ geben können, erklärt Krämmel. „Wir wollen langfristig bezahlbaren Wohnraum verfügbar machen“, so der Geschäftsführer. Er freue sich, mit der BayernHeim jemanden gefunden zu haben, der das Projektziel mitverfolgt.

Am Ende sollen von den 770 Wohnungen je 30 Prozent geförderte und frei finanzierte Miet- sowie 40 Prozent Eigentumswohnungen sein. Investoren für die anderen Bauabschnitte seien zeitlich noch kein Thema gewesen, so Krämmel.

sw

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