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Gut angekommen ist vergangenes Jahr der Handwerkliche Weihnachtsmarkt auf dem Neuen Platz. Diesen Sonntag gibt es eine Neuauflage. 

Am 17. Dezember

Das bietet der Weihnachtsmarkt auf dem Neuen Platz in Geretsried

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Der Weihnachtsmarkt auf dem Neuen Platz ist etwas Besonderes. Nicht nur, weil dort Hobbykünstler ihre Handarbeiten anbieten. Er wird mit viel Herzblut und Eigenleistung von Laien organisiert.

Geretsried – Vor einem Jahr hat Marktsprecherin Gerdi Paul, Inhaberin von „Gerdi’s Hairstyling“, den Weihnachtsmarkt zusammen mit weiteren engagierten Geretsriedern sowie Quartiersmanager Christian Lotz auf die Beine gestellt. Er kam bei den Besuchern gut an, die Organisatoren hatten Spaß – keine Frage, dass es heuer eine Neuauflage geben wird.

Viele Kleinigkeiten sind zu beachten 

„Die Handwerksdamen sind teilweise meine Kundinnen oder Bekannte von ihnen“, sagt Paul. Deswegen falle ihr diese Planung fast schon leicht. Sie installierte eine WhatsApp-Gruppe. „Alle haben gesagt, sie wollen wieder dabei sein.“ Das fünfköpfige Organisationsteam setzte sich zweimal zusammen, damit alles läuft.

Kurz vor dem großen Tag geht es allerdings ans Eingemachte. Es gilt viele Kleinigkeiten zu beachten, die für nicht-routinierte Marktbetreiber eine Herausforderung sind: beim Ordnungsamt melden, Brandschutzregeln beachten, Feuerwehrzufahrt nicht vergessen, an den Ständen müssen Name sowie Adresse stehen, und dann wären da noch die vielen Auflagen im Lebensmittelbereich. „Es ist relativ viel zu organisieren“, sagt Quartiersmanager Lotz. Das Planungsteam versuche, die Händler so gut es geht zu unterstützen. Dann mussten auch noch Musikgruppen gesucht, Flugblätter gedruckt und Plakate verteilt werden.

Nur die Elektrik macht sie nervös

Das alles mache aber Riesenspaß, sagt Gerdi Paul. Was sie allerdings etwas nervös macht, ist die Elektrik. Die Mitarbeiter vom Bauhof stellen zwar die Buden und die elektrischen Sachen auf. „Aber ich muss es selbst berechnen und montieren“, erklärt sie. Das habe im vergangenen Jahr nicht so gut funktioniert. Eine Maschine sei kaputt gewesen. Immer wieder flog die Sicherung raus. „Zum Glück haben das nur die Standbetreiber mitbekommen“, sagt Paul.

Ohnehin haben die Weihnachtsmarkt-Schöpfer viel aus dem ersten Budenzauber gelernt – auch wenn sie im Anschluss sehr gute Rückmeldungen bekommen haben. „Die Besucher fanden ihn gemütlich und stimmungsvoll“, berichtet Lotz. Allerdings gab es laut Paul zu wenig Glühwein, die Crêpes gingen am späten Nachmittag aus und die Musik war zu leise. „Das werden wir heuer alles ganz anders umsetzen“, sagt die Marktsprecherin.

Nette Sachen statt Fressbuden

Es soll zwei Glühweinstände geben. An der Sache mit den Crêpes arbeitet Anita Le Roux. Die Französin, die den Salon „Anitas Fußpflege“ betreibt, backt die nationale Spezialität in ihrer Freizeit leidenschaftlich gerne. Vergangenes Jahr hatte sie allerdings nicht mit so einem großen Ansturm gerechnet und zu wenig Teig vorbereitet. Zudem froren Teig und Nutella in der Kälte ein. „Ich habe schon mit Bekannten in Frankreich telefoniert und mir Tipps geholt“, berichtet sie. Für den Weihnachtsmarkt übt sie nun fleißig. „Ich habe in den vergangenen Wochen viele Crêpes gemacht und gegessen“, sagt sie lachend. Damit die Teigmenge diesmal stimmt, stoppt sie die Zeit bei jedem Durchgang.

Christian Lotz mag an dem Handwerklichen Weihnachtsmarkt besonders, dass er nicht so kommerziell ist. „Es gibt nicht nur Trink- und Fressbuden, sondern viele nette Sachen.“ Anita Le Roux hält es für wichtig, dass etwas auf dem Neuen Platz stattfindet. „Man muss was machen, nur reden hilft nicht.“ Dass auch viele Anwohner vorbeikommen, hofft Gerdi Paul. Sie ist froh, dass das Quartiersmanagement den Weihnachtsmarkt überwiegend finanziert. Auch die Deko und der Christbaum der Stadt seien ein Traum. „Das macht den Weihnachtsmarkt noch stimmungsvoller.“

Info

Der Handwerkliche Weihnachtsmarkt auf dem Neuen Platz findet amSonntag, 17. Dezember, von 12 bis 20 Uhr statt.

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