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Ein „ganz anderes Konzert“ verspricht Roland Hammerschmied (re.) den Besuchern des von Jazzlegende Duke Ellington komponierten „Sacred Concert“ am 9. Oktober in Geretsried. Derzeit proben die gut 70 Mitwirkenden fleißig.

Duke Ellingtons „Sacred Concert“ in der Kirche Heilige Familie

Big-Band-Sound im Gotteshaus

Geretsried – Seit etwa einem halben Jahr bereiten sich die „Mixed Voices“, das Ensemble der „Groove Academy“, der Gospelchor St. Lukas München, die Sängerin Marie Brandis sowie die SJE-Big-Band auf einen besonderen Konzertabend am 9. Oktober vor. Unsere Zeitung war bei der ersten gemeinsamen Probe in der Kirche Heilige Familie in Geretsried dabei.

Eigentlich hätte die aufwändige Produktion des von der Jazzlegende Duke Ellington komponierten „Sacred Concert“ der krönende Abschluss des diesjährigen Geretsrieder Kulturherbstes sein sollen. Doch die überraschende Absage der Veranstaltungsreihe (wir berichteten) schien das ambitionierte Projekt zu gefährden. „Natürlich waren wir wie alle anderen am Kulturherbst beteiligten Künstler zuerst geschockt“, räumt Dirigent Roland Hammerschmied im Gespräch mit unserer Zeitung ein. „Dann aber war für uns schnell klar, dass wir das Konzert auf jeden Fall spielen wollen.“ Dass die mittlerweile insolvente cultus production GmbH den Kartenvorverkauf abwickelte und schon einige Tickets abgesetzt wurden, stellt für Hammerschmied kein Problem dar. „Wir werden keinen Kartenbesitzer abweisen“, verspricht der 48-Jährige. Insgesamt stehen in der Kirche Heilige Familie rund 300 Plätze zur Verfügung.

Allein die Zahl der auftretenden Musiker ist für Geretsrieder Verhältnisse gigantisch. „Ich denke, dass rund 60 Personen im Chor singen“, rechnet Hammerschmied vor. „Dazu kommen noch mal etwa 15 Musiker.“ Dass sich der Erwerb eines Tickets lohnt, wurde bei der ersten gemeinsamen Probe deutlich. Die in der ersten Reihe sitzenden Saxofonisten und die dahinter postierten Trompeter sorgen von Beginn an für einen monumental anmutenden Sound – der Hammerschmied an einigen Stellen jedoch etwas zu laut ist. „Man hört ja den Chor kaum noch“, beschwerte er sich mit einem Augenzwinkern. Ein anderes Mal störte die Lüftungsanlage der Kirche. Die Musiker wussten auch hier Rat und dichteten das akustische Ärgernis mit Klebeband ab.

Was knapp zwei Wochen vor dem Auftritt noch improvisiert wirkte, soll am 9. Oktober wie aus einem Guss klingen. Der amerikanische Jazz-Musiker Duke Ellington (1899 bis 1974) schrieb im Übrigen drei „Sacred Concerts“ für Chor und Big-Band. Das letzte aus der Reihe wurde 1973 in der Londoner Westminster Abbey kurz vor seinem Tod aufgeführt. Damals sagte Ellington, diese Konzerte seien seine wichtigsten Kompositionen gewesen. Nicht nur Freunde von swingendem Big-Band-Sound und Kirchenmusik dürfen sich also auf einen besonderen Abend freuen.

Das „Sacred Concert“

findet am Sonntag, 9. Oktober, um 19 Uhr Uhr in der Kirche Heilige Familie am Johannisplatz in Geretsried statt. Karten zum Preis von 15 Euro sind an der Abendkasse erhältlich.

ph

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