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Fahrzeugweihe: Den neuen Mannschaftstransporter weihten der katholische Pfarrer Georg März (re.) und der evangelische Pfarrer Georg Bücheler (nicht auf dem Foto). „Zur Motivation gehört auch die notwendige Ausrüstung“, hatte zuvor Vize-Bürgermeister Hans Hopfner in der Wache an der Jeschkenstraße betont.

Flüchtlingsbetreuung, Faschingsgaudi, Firmenlauf

Die Bilanz der Geretsrieder BRK-Bereitschaft

Geretsried - Insgesamt 7044 Stunden leisteten die 46 ehrenamtlichen Helfer der Geretsrieder Bereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) im vergangenen Jahr.

Insgesamt 7044 Stunden leisteten die 46 ehrenamtlichen Helfer der Geretsrieder Bereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) im vergangenen Jahr. Grund genug für Maximilian Strasser, Fabienne Schenker und Claudia Herrmann, die Ereignisse am Samstagabend in den Räumen der Einsatzzentrale an der Jeschkenstraße Revue passieren zu lassen.

Um Geld für Einsatzfahrzeuge und andere Notwendigkeiten zu beschaffen, hat sich die BRK-Bereitschaft einiges einfallen lassen. So wurden zum Beispiel nach Weihnachten unzählige Christbäume eingesammelt und entsorgt. „Da kamen schnell zwei Tonnen Holz zusammen“, erinnerte sich Strasser.

Einsätze führten die Helfer zur Faschingsgaudi am Karl-Lederer-Platz, zum Oberland Firmenlauf sowie zum Königsdorfer Flugfest im Herbst. Ernsthafte Notfälle verzeichneten die Dienstleiter glücklicherweise nur selten. Denn die Betreuung von kreislaufschwachen Firmenläufern oder die Versorgung von Flugfestgästen, die von Wespen gestochen wurden, gehören eher zu den Routineaufgaben.

Ehrung: Kreisgeschäftsführer Andreas Schäfer (li.) und Kreisbereitschaftsleiter Markus Möbius (re.) zeichneten Fritz Thomas (25 Jahre Mitgliedschaft) und Sibylle Karl (30 Jahre) aus.

Eine neue Herausforderung stellte der ab September stark zunehmende Flüchtlingsstrom dar. So halfen die Geretsrieder zum Beispiel bei der Einrichtung einer Notunterkunft in der Münchner Messestadt Riem. „Das war kräftezehrend, hat aber Riesenspaß gemacht“, sagte Strasser. Erst knapp sieben Wochen zurück liegt die BRK-Begleitung eines Zuges, der Asylbewerber von der deutsch-österreichischen Grenze in Freilassing bis nach Berlin fuhr (wir berichteten). „Die Bahnfahrt dauerte ungefähr zehn Stunden. Das war eine tolle Erfahrung“, erzählte Claudia Herrmann. Gemeinsam mit anderen ehrenamtlichen Helfern versorgte sie die zum Teil völlig ausgelaugten Flüchtlinge in den Abteilen vor allem mit Wasser.
 
„Das Thema Flüchtlinge wird uns so schnell nicht verlassen“, prognostizierte BRK-Kreisgeschäftsführer Andreas Schäfer. Ebenso wie Kreisbereitschaftsdienstleiter Markus Möbius und Zweiter Bürgermeister Hans Hopfner dankte er den Helfern für ihren selbstlosen Einsatz. Dass mit Tina Heinze, Angela Vögtle und Florian Stadler zuletzt drei neue Mitglieder hinzugewonnen wurden, verdiene angesichts der Nachwuchsprobleme im Ehrenamt ebenfalls Bewunderung.

„Zur Motivation gehört auch die notwendige Ausrüstung“, stellte Hopfner klar. Dazu passte die Segnung des neuen Mannschaftstransporters: Diese Aufgabe übernahmen der evangelische Pfarrer Georg Bücheler und der katholische Geistliche Georg März.

Urkunden: Für ihre langjährige Mitgliedschaft erhielten Herbert Kunert (40 Jahre), Sibylle Karl (30 Jahre), Thomas Fritz (25 Jahre) sowie Verena Kucznierz und Sophia Glatter (5 Jahre) Urkunden.

von Peter Herrmann

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