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Da klickten die Kameras: Beim zweiten Stadtteilfest auf dem Neuen Platz gab es neben Live-Musik auch viele Tanzeinlagen.

Besuchern gefällt die bunte Mischung

Bilanz des zweiten Stadtteilfests am Neuen Platz

Geretsried – Zum zweiten Stadtteilfest am Neuen Platz hatten der Trägerverein Jugendarbeit und die Stadt am Samstag eingeladen. Diesmal beteiligten sich die umliegenden Geschäfte, was bei den Besuchern gut ankam.

Wenn etwas dreimal hintereinander stattfindet, sei es eine Tradition, sagte Bürgermeister Michael Müller in seinem Grußwort. Seitens der Stadt spreche nichts dagegen, das Fest für die Anwohner des Neuen Platzes und des Musikerviertels zu einer Tradition werden zu lassen. Christian Lotz, Quartiersmanager beim Trägerverein Jugendarbeit (TVJA), zeigte sich am Nachmittag recht zufrieden mit der Resonanz: „Für das durchwachsene Wetter sind wirklich viele Leute da.“ Auch eine Handvoll Stadträte aller Fraktionen saß im Zelt im Trockenen an einem Biertisch zusammen.

Nach der Premiere des Fests im vergangenen Jahr waren die Geschäftsinhaber rund um den Neuen Platz auf Christian Lotz zugegangen. Sie wollten sich gerne präsentieren und den Besuchern etwas bieten. „Ich habe mich über die Initiative gefreut, und wir haben den Tag gemeinsam geplant“, sagt der Ansprechpartner für das Viertel. Zum Schluss hätten so viele Musikgruppen Interesse an einem Auftritt gezeigt, dass man einer Percussion-Band sogar habe absagen müssen. Die Band, bestehend aus jungen Asylbewerbern, werde nun beim internationalen Begegnungsfest im Saftladen spielen, sagte Lotz.

Entstanden ist durch die Kooperation von TVJA und Geschäftsleuten ein abwechslungsreiches Programm. Margot Bellini vom gleichnamigen Friseursalon zeigte französische und italienische Damenmode, die sie seit einiger Zeit in ihrem Geschäft verkauft, in einer Modenschau. Die jungen Kundinnen, die sich als Models zur Verfügung stellten, hatten trotz wenig sommerlicher Temperaturen sichtlich Spaß, die leichten Kleider, Blusen und Hosen vorzuführen. Das Team von Gerdis Hairstyling an der Johann-Sebastian-Bach-Straße und Anita Le Roux vom benachbarten Fußpflege-Studio schminkten Kindergesichter und flochten den Mädchen Zöpfe. Das Geld, das sie dafür verlangten, kommt den Oberland-Werkstätten zugute. Manche Familie fand die Preise, auch wenn es sich um eine Spende handelte, allerdings etwas hoch.

Außer den Ladeninhabern, dem Café Olé und dem griechischen Lokal Ammos trugen diverse Künstler zum Gelingen des Stadtteilfests bei. Die russische Tanzgruppe Etjud – fünf Geretsrieder Frauen gemischten Alters – zeigte in ihrer weiß-blauen, knielangen Tracht kokette Tänze zur typisch schwermütigen, osteuropäischen Musik. Für die weitere musikalische Unterhaltung sorgten ab mittags die Reservisten Blasmusik, später die Coverband „two & two“ und am Abend „AndiDred & DiBaba“.

Den Besuchern gefiel die Mischung gut. „Ich wohne nicht am Neuen Platz, sondern bin bewusst heute hierher gekommen“, sagt die Geretsriederin Brigitte Rupp. Sie freue sich immer, wenn in ihrer Stadt etwas geboten sei. Denise Weitz lebt mit ihren beiden Söhnen im Alter von sechs und acht Jahren seit vier Jahren am Neuen Platz. Der jüngere Lionel stürzte sich gleich ins Getümmel der Hüpfburg. Die Mutter sagte, sie finde den neu gestalteten Platz mit dem Spielbereich und dem Brunnen sehr schön für Kinder. Über mehr Veranstaltungen und Feiern wie das Stadtteilfest würde sie sich freuen.

von Tanja Lühr

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