Tempomessung der Polizei
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Blitzmarathon in Bayern: Von Mittwochfrüh bis Donnerstagmorgen um 6 Uhr nahm die Polizei den fließenden Verkehr ins Visier.

14 Messstellen im Kreis aufgebaut

Blitzmarathon: Mercedes-Fahrer schießt im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen den Vogel ab

  • Carl-Christian Eick
    vonCarl-Christian Eick
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Der Blitzmarathon war angekündigt, die Autofahrer vorgewarnt. Trotzdem ertappte die Polizei im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen knapp zwei Dutzend Temposünder auf frischer Fahrt.

Bad Tölz-Wolfratshausen – 159 Messstellen hatte die Polizei beim bayernweiten 24-Stunden-Blitzmarathon im südlichen Teil Oberbayerns aufgebaut, 14 davon im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Unter anderem in Bad Tölz sowie an der B11 auf Höhe des Pfadfinderheims in Geretsried (wir berichteten).

Blitzmarathon: Trotz Ankündigung - 23 Fahrzeuge im Landkreis zu schnell unterwegs

Insgesamt gerieten im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd etwa 27 000 Kraftfahrzeuge ins Visier der Ordnungshüter. 594 von ihnen wurden auf frischer Fahrt als Temposünder ertappt, bilanziert die Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Rosenheim, Carolin Englert. Zum Vergleich: Beim Blitzmarathon 2019 waren von rund 24 000 im Bereich Oberbayern Süd kontrollierten Fahrzeuglenkern 945 zu flott unterwegs.

Mehrere Hundert Fahrzeuge – die exakte Zahl ist nicht bekannt – passierten von Mittwoch, 6 Uhr, bis Donnerstag, 6 Uhr, die Messstellen im Kreis. 23 Fahrzeugführer waren trotz Vorwarnung – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hatte den Blitzmarathon via Medien angekündigt – zu schnell.

Blitzmarathon in Bayern: Mercedes mit 81 km/h auf Tempo-50-Strecke unterwegs

Der unrühmliche Spitzenplatz gebührt einem Mercedes-Fahrer, der am Mittwoch kurz vor 15 Uhr auf der B472 in Bad Heilbrunn unterwegs war. Erlaubt ist dort maximal Tempo 50, das Lasergerät der Polizei zeigte 81 km/h an, berichtet Englert. Darüber hinaus mussten weitere 19 Auto- beziehungsweise Lkw-Fahrer von der Polizei gestoppt werden. Einige von ihnen waren nicht angeschnallt, andere hatten ihr Handy am Ohr.

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„Wir wollen nicht an den Geldbeutel des Autofahrers“, betont die Polizeisprecherin. „Wir wollen dauerhaft dafür sorgen, dass der Fuß vom Gaspedal genommen wird.“ 28 Personen, das waren mehr als ein Drittel der Verkehrstoten, verloren 2020 im Bereich Oberbayern Süd im Straßenverkehr ihr Leben, weil zu schnell gefahren wurde. Englert: „Jeder einzelne ist einer zu viel.“ (cce)

Lesen Sie auch: Nach Unfall auf A95 - Ermittlungen gegen Porsche-Fahrer.

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