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Handgemachte Bluesmusik: (v. li.) Gitarrist Peter Schneider, Oskar Pöhnl am Schlagzeug und Ule Lehmann am Kontrabass sowie der „Big Man“ am Piano, Steve Clayton. 

Konzert im Geltinger Hinterhalt

„Bluesmen“ mischen die Bühne auf

„The Wild Bluesmen“ gaben sich nach einem Jahr wieder in der Kulturbühne Hinterhalt die Ehre. Aus gutem Grund waren Peter Schneider und ein Teil seiner „Stimulators“ mit dem preisgekrönten Boogie-Woogie- und Blues-Pianisten Steve Clayton zurückgekommen. 

Geretsried – Vor versammelten Publikum nahmen sie einen Live-Mitschnitt für ihr brandneues Album auf. Darauf ist nun für immer dokumentiert, wie die Herren Bluesmusiker die ausverkaufte Kulturbühne aufmischten, wie die Zuhörer begeistert nach Zugaben riefen, obwohl es schon kurz vor Mitternacht war. Am Ende freute sich einer ganz besonders: Hinterhalt-Besitzer Wolf Steinberger feierte in seinen Geburtstag hinein.

Boogie Woogie und Blues mit Santana-Flair

Die Kombination ihres Musikstils ist einfach großartig und hebt sich von anderen ab. Die „Stimulators“-Musiker – Gitarrist Peter Schneider, Oskar Pöhnl am Schlagzeug und Uli Lehmann am Kontrabass – mischten einen gewissen Santana-Flair unter den ehrwürdigen Boogie Woogie und Blues von Mister Steve Clayton. Dazu muss man wissen, dass Schneider viele Jahre in Südamerika lebte, dort Musik studierte und so den Latin verinnerlicht hat. Wenn sich Schneiders Ausdruckskraft über die Saiten seiner Gitarre mit dem exzellenten Können des Engländers am Piano verbindet, wird der Stil zur Marke. 

Claytons Markenzeichen: rote Socken

Zu einer Marke wie Steve Clayton, der sich „Big Man“ nennt, und selbst einer ist. Clayton ist nicht nur ein gestandenes Mannsbild mit dem Markenzeichen rote Socken, er ist auch ein exzellenter Könner an den Tasten und ein Sänger mit afroamerikanischem dunklen Hauch in der Stimme. Er ist ein lustiger Geselle, der seine Späßchen mit den Zuhörern macht und somit den Draht zu ihnen aufbaut. Mit Händen und Füßen bediente er das ehrwürdige Hinterhalt-Piano, sodass im offenen Klavierkasten die Hämmerchen tanzten. „The Wild Bluesmen“ machen aus der legendären, afroamerikanischen Musik mit dem typisch stampfenden Zwölfertakt einen neuen Mix aus erdigem Rock mit südamerikanischen Flair.

Läuft: der Live-Mitschnitt für das neue Album

Das Aufnahmegerät mit Laptop stand mit auf der Bühne. Die blinkenden Lichter signalisierten: Der Mitschnitt läuft. Bei den zu Deutsch Wilden Bluesmännern ist alles handgemacht und selbstgemischt, denn solche hochkarätigen Musiker werden leider zu selten von den Medien gepuscht. Einerseits schade, andererseits auch gut, dass diese feine Musik über die Radiosender nicht totgespielt wird und sich die Musiker vom Modegeschmack des Mainstreams nicht verbiegen lassen. 

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