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Auf Augenhöhe: Bürgermeister Michael Müller im Gespräch mit Kindern am Johannisplatz. 

Reihe „Dein Geretsried - Dialog direkt“

Bürgermeister auf dem Johannisplatz: Heimspiel für Müller

In der Reihe „Dein Geretsried - Dialog direkt“ spricht Bürgermeister Michael Müller in den verschiedenen Stadtvierteln mit den Bürgern. Zum Abschluss des Monats traf er am Johannisplatz auf seine eigenen Nachbarn.

Geretsried – So viele Lebkuchenherzen mit Stadtwappen wie bei der letzten der fünf „Dialog direkt“-Veranstaltungen am Johannisplatz wurden noch nie verspeist. Das lag daran, dass in dem Viertel besonders viele Kinder wohnen, die am Donnerstagnachmittag draußen unterwegs waren. Bürgermeister Michael Müller verteilte großzügig nicht nur Herzen, sondern auch Brezen, Lollis und Schlüsselanhänger.

Der Rathauschef hatte diesmal einen klaren Heimvorteil, lebt er doch seit 40 Jahren selbst am Johannisplatz. Der 47-Jährige kennt deshalb nur zu gut die Probleme der Jugendlichen aus seiner Nachbarschaft. Als ein Bub mit seiner Mutter auf ihn zukam und sich beklagte, dass er oft von Anwohnern verscheucht werde, wenn er mit einem Freund auf den Wiesen Fußball oder Frisbee spiele, sagte Müller: „So ging es mir früher auch und genau so geht es meinen Kindern heute.“

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Der Bürgermeister riet dem Jungen, nicht auf den Grundstücken der privaten Wohnungseigentümer zu spielen, sondern nur auf den städtischen Flächen, also auf dem gesamten Innenhof zwischen den Häuserblocks: „Dort darf Euch keiner verjagen, auch nicht von der Wiese.“

Anwohner Artur Bonaty regte an, die Steine entlang der Wege wieder zu entfernen und durch andere Verkehrshindernisse zu ersetzen. Die kleinen Findlinge seien hässlich, und die Autofahrer würden sich an einigen Stellen an ihnen vorbei über den Rasen schlängeln, sagte Bonaty. Gerlinde Lenhardt wünschte sich eine Sitzgelegenheit für Erwachsene rund um den Sandkasten des Spielplatzes. Außerdem würden an manchen Stellen des Spielplatzes Wurzeln und Beton unter dem Rindenmulch zum Vorschein kommen, was gefährlich sei. Zwei Mütter setzten sich für mehr Spielgeräte für ältere Kinder ein. Müller versprach, dass die Stadt welche anschaffen werde.

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Frauke Förschler von der Apotheke am Johannisplatz beantragte, die Poller vor dem kirchlichen Kindergarten Richtung Dompfaffenweg zu versetzen, was Bürgermeister Müller prüfen lassen will. Konrad Schwab schließlich beschwerte sich über die enge, stets beidseitig zugeparkte Sperlingstraße. Der Bus komme dort nur schwer durch. Schwabs Idee, den Gehweg auf der Südseite ein Stück zu den Häusern hin zu verlegen und somit die Straße zu verbreitern, sah der Rathauschef skeptisch. Der Grund gehöre der Baugenossenschaft und der Kirche.

Ansonsten äußerten die Besucher der Sprechstunde unter freiem Himmel kaum Sorgen. Dass immer wieder Autos ohne Sondergenehmigung durch die Fußgängerzone fahren, wie auch Quartiersmanager Christian Lotz festgestellt hat, ist ein altbekanntes Problem. „Hier kann die Stadt wenig machen. Die Polizei müsste öfter kontrollieren“, sagte Müller.

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Das Miteinander in dem vor sieben Jahren umgestalteten Wohnviertel funktioniert laut Lotz insgesamt gut. Spielende Kinder und Verkehr – das seien die in seiner Quartiers-Sprechstunde am häufigsten geäußerten Reibungspunkte.

Tanja Lühr

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