Ist Meghans Baby schon da? Krankenwagen steht vor Harrys und Meghans Anwesen

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Der Mann am Mikrofon: Bürgermeister Michael Müller berichtete in der Feuerwache Nord eine Stunde über laufende Großprojekte in der Stadt. Rund 60 Interessierte hörten ihm aufmerksam zu. 

Diskussion in der Feuerwache Nord in Gartenberg

Bürgerversammlung: Hier gibt es ein Müllproblem

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Rund 60 Interessierte kamen zur Bürgerversammlung nach Gartenberg. Rathauschef Michael Müller berichtete über laufende Großprojekte, und die Bürger brachten ihre Anliegen vor.

Geretsried – Weg vom trockenen Rechenschaftsbericht des Bürgermeisters hin zu den Themen, die die Geretsrieder bewegen: Das neue Format der Bürgerversammlung bewährt sich. Rathauschef Michael Müller berichtete am Donnerstagabend vor rund 60 Interessierten in der Feuerwache Nord detailliert über die vielen laufenden Großprojekte in der Stadt. Viele Bürger nutzten die Gelegenheit, ihre Anliegen vorzubringen und mit den Vertretern der Verwaltung an Stehtischen zu diskutieren.

Fahrradfreundlichkeit

Die Geretsriederin Resi Hart ist oft mit dem Radl unterwegs. Sie wünscht sich, dass die Stadt fahrradfreundlicher wird. Hart sprach neuralgische Punkte wie die Querung der Blumenstraße auf Höhe der B11-Einfahrt Nord an. „Da ist mir oft angst und bange, wenn ich da rüber fahre“, sagte die Geretsriederin. Vor allem aus Richtung Blumenstraße würden die Autos vorbeischießen. „Am Breslauer Weg ist es das gleiche Problem“, meinte sie mit Blick auf die oft schwierige Querung der stark befahrenen Staatsstraße 2369. Hart regte an, in beiden Fällen doch noch einmal über eine Über- oder Unterführung nachzudenken.

 Bürgermeister Müller meinte, dass sich an der Blumenstraße vielleicht eine Lösung finden lasse, wenn dort die geplante Ampel installiert wird. Schlechter schaut es am Breslauer Weg aus. Da würden die Kosten in Höhe von zwei Millionen Euro, die eine Unterführung kosten würde, nicht im Verhältnis stehen.

Kostenloser Stadtbus

Ein kostenloser Stadtbus als Pilotprojekt: Das wünscht sich Jennifer Kübler für Geretsried. „Beim ÖPNV ist der Landkreis Aufgabenträger“, erklärte Müller. „Wir zahlen nur.“ Zudem sei die Stadt durch den MVV-Tarif abgedeckt. Ein Ausscheren sei nicht möglich – aber theoretisch auch nicht ausgeschlossen. „Dann sind wir allerdings aus dem MVV-Gebiet draußen“ konstatierte Müller. Und das sei auch keine Lösung. Vielleicht gebe es andere Möglichkeiten für kostenlose Stadtbusfahrten – zum Beispiel könnte die Stadt Freitickets kaufen und verteilen.

Tempo 30

Sowohl Andreas Frank als auch Ingo Klagge monierten, dass sich nur wenige Autofahrer an das Tempolimit vor der Champini-Kita an der Jeschkenstraße halten würde. Sie plädierten für eine Ausdehnung der Tempo-30-Zone. „Wir werden uns das noch einmal anschauen und die Kommunale Verkehrsüberwachung hinschicken“, versprach Bürgermeister Müller.

Kinderbetreuung

Auch das Thema Nachmittagsbetreuung sprach Ingo Klagge an. Er wünscht sich vor allem mehr Hortplätze. Rathauschef Müller berichtete, dass an den beiden Grundschulen derzeit neue Gebäude entstehen, um das Betreuungsangebot auszubauen. 

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Der Fokus liege zunächst auf der Mittagsbetreuung. Außerdem sollen bis zur Sommerpause die Ergebnisse einer neuen Bedarfserhebung vorliegen. Müller ergänzte, dass man derzeit einen Standort für eine dritte Grundschule suche. „Es bietet sich die Mitte an, irgendwo um das Schulzentrum.“

Unrat und Müll

Unrat entlang des Schwaigwaller Bachs und besonders an der B11-Parkbucht an der Einfahrt Nord: Das stinkt Florian Fraschke gehörig. Er wünscht sich, dass die Kommune mehr Mülleimer aufstellt. Bürgermeister Müller rechnete vor, dass es in der Stadt 170 Abfallbehälter gebe, die im Jahr über 26 000 Mal geleert werden. 

Mehr als eine Kraft des Bauhofs sei nur mit der Leerung der Mülleimer beschäftigt. „Wir können noch fünf Mitarbeiter einstellen und werden das nicht in den Griff bekommen“, sagte Müller resigniert. Er appellierte an die Verantwortung eines jeden Einzelnen, die Stadt sauber zu halten. Für den Parkplatz an der B11, der oft von Lkw-Fahrern als Rastplatz genutzt wird, sei übrigens die Straßenmeisterei zuständig, ergänzte Müller. Und die habe ihm mitgeteilt, dass die Reinigung der Bucht den Mitarbeitern aufgrund von vielen menschlichen Hinterlassenschaften nicht mehr zuzumuten sei.

Bürgermeister: Großprojekte bringen Verwaltung an Belastungsgrenze

Ganz nah dran waren die Besucher der Bürgerversammlung am Wohngebiet, das auf dem ehemaligen Lorenz-Areal entstehen soll – liegt es doch in unmittelbarer Nähe zur Feuerwache Nord. Wie berichtet sollen dort 768 Wohnungen entstehen. „Mir ist bewusst, dass das nicht jeder toll findet“, sagte Rathauschef Michael Müller. Aber die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sei eine Pflichtaufgabe von Kommunen. Damit die Geretsrieder etwas davon haben, sollen sie bei der Erstvergabe der Wohnungen bevorzugt werden. Dritter Landrat Klaus Koch dankte dem Bürgermeister und dem Stadtrat für ihren Mut zu diesem Schritt. Wenn die Welle, die von Geretsried ausgehe, in den Nachbarstädten und Gemeinden eine Fortsetzung findet, werde man eine Lösung für das „Riesenproblem“ Wohnen finden. 

Eng mit der Bebauung des Lorenz-Areals verknüpft ist das Thema Verkehr. „Als dort noch ein Baumarkt geplant war, wäre die Verkehrsbelastung doppelt so hoch gewesen“, ergänzte Müller. Weil die Einmündung der Elbe- in die Blumenstraße jetzt schon verkehrstechnisch überlastet sei, soll dort eine Ampel installiert werden. Das gelte auch für die B11-Einfahrt zum Rathaus. Bis zur Verlegung der Bundesstraße an den Schwaigwaller Hang soll dort eine Lichtzeichenanlage den Verkehr regeln. Müller schätzt, dass die Straßenverlegung noch vor der S7-Verlängerung kommt. Optimisten gehen davon aus, dass die S-Bahn 2028 nach Geretsried rollen wird – Bürgermeister Müller von „Anfang der 30er Jahre“. Derzeit prüft das Eisenbahnbundesamt die Planungsunterlagen. Die mussten aufgrund der geplanten Tieferlegung des Bahnhofs in Wolfratshausen überarbeitet werden. Im dritten Quartal sollen die Pläne öffentlich ausgelegt werden. 

Die vielen Großprojekte bringen die Stadtverwaltung an ihre Belastungsgrenze, räumte Müller ein. Er dankte seinen Mitarbeitern in der Bürgerversammlung ausdrücklich. Dafür gab es von den Anwesenden Applaus. Das Gerücht, dass die Fluktuation im Rathaus hoch sei, sei falsch, sagte der Bürgermeister. Zum einen sei der Fachkräftemangel auch in der Verwaltung zu spüren und einige Stellen unbesetzt. Zum anderen habe man neue Stellen geschaffen. Einige Mitarbeiter würden zudem in den Ruhestand gehen. Derzeit gibt es vier Azubis im Rathaus. „Und wir stellen noch einmal vier ein.“

nej

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