In der Endphase befinden sich die Arbeiten am Wohn- und Geschäftshaus Centrum am Karl-Lederer-Platz.
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In der Endphase befinden sich die Arbeiten am Wohn- und Geschäftshaus Centrum am Karl-Lederer-Platz.

Wohn- und Geschäftshaus

Centrum 20 am Karl-Lederer-Platz: Die Sache mit der schrägen Wand

Geretsried ist gefühlt eine einzige Baustelle. An vielen Ecken und Enden wird gebaggert und gemauert. In einer Serie blicken wir hinter die Bauzäune. Heute: mit dem Bauhelm durchs Centrum 20 am Karl-Lederer-Platz.

Geretsried – Von außen wirkt die Baustelle am Karl-Lederer-Platz wie eine einzige große. Tatsächlich entstehen hier aber verschiedene Bestandteile der „Neuen Mitte“. Einer davon ist das Wohn- und Geschäftshaus Centrum 20, das die KLP Projekt UG baut. Schlüsselübergabe ist für Ende Oktober geplant. „Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, sind wir im Plan“, sagt Rainer Adamek vom Geretsrieder Architekturbüro Adamek & Hölzl.

Das Centrum 20 entsteht am Karl-Lederer-Platz 20 – deshalb auch der Name – zwischen dem bestehenden Gebäude mit der Hausnummer 22 und dem neuen Wohn- und Geschäftshaus Puls G. Die Fassade ist aktuell noch im Rohzustand, wird aber bald mit weißem Edelputz versehen. Über der Ladenfläche im Erdgeschoss, in dem sich ein Teil des künftigen Edeka-Markts befindet, gibt es Auslassungen für einen offenen Laubengang, der noch eine verglaste Brüstung bekommt.

Die schräge Wand zum bestehenden Nachbarhaus wirkt außergewöhnlich, hat aber einen Grund. „Die Baugrenzen“, erklärt Adamek. Fenster gibt es in der Schräge nicht, weil es sich um eine Brandwand handelt. Das Gerüst um das Gebäude wird nicht mehr lange gebraucht. „Wir kommen langsam in die Endphase“, sagt der Architekt. Hinter der schrägen Wand verbirgt sich das Treppenhaus, über das die zwölf Wohnungen auf fünf Obergeschossen erschlossen werden. Neben Stufen wird es auch einen Aufzug geben, der im Laufe des Augusts eingebaut wird.

Die Bewohner des fünften Obergeschosses können einen Teil des angrenzenden Puls G-Gebäudes und die Berge sehen.

Auf jeder Etage gibt es eine Zwei- und eine Drei-Zimmer-Wohnung mit je 80 beziehungsweise 93 Quadratmetern. Allesamt – laut Adamek im Normalpreissegmet – waren schnell verkauft. Bei den Käufern werde über die Hälfte selbst einziehen. Der Rest werde die Wohnungen als Kapitalanlage vermieten.

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In den größeren Wohnungen gibt es offene Küchen und separate WCs, in den kleineren Apartments Küchen mit Durchreiche und Abstellkammern. Alle haben einen großzügigen Balkon. Im obersten Stockwerk wurde eine Lichtkuppel im Wohnzimmer eingebaut, die die Eigentümer später gegen eine Treppe austauschen könnten, um aufs Dach zu gehen. In den nächsten Wochen werden Fliesen und Parkett verlegt.

Das Foto zeigt einen Blick in eines der sogenannten Townhouses im rückwärtigen Teil.

Im ersten Stock geht es über eine Terrasse ins Rückgebäude des Centrum 20. Hier werden derzeit zwei sogenannte Townhouses fertiggestellt. Sie sind beide knapp über 100 Quadratmeter groß und gehen über zwei Etagen. Auch sie sind verkauft, was aber etwas länger dauerte als bei den Wohnungen. Adamek: „Unter Townhouses konnte sich niemand so recht etwas vorstellen.“

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Als Architekt ist er zufrieden mit dem Gebäude, sagt Adamek. „Die Grundrisse sind funktionell, sollen für die Zukunft der Nutzer lebenswert sein.“ Doch auch insgesamt sei die Anlage am Karl-Lederer-Platz „sehr schön und für Geretsried eine Bereicherung“, findet er.

sw

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