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Die Sitzbänke im Isaraustadion werden immer wieder von Randalierern herausgerissen. 

Immer häufiger Randale und Vandalismus

Chaostage im Isarau-Stadion

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Herausgerissene Sitzbänke, Scherben in der Sprunggrube, überall Müll: Im Isarau-Stadion an der Jahnstraße wird in jüngster Zeit immer häufiger randaliert. Das berichtet Bauhofleiter Helmut Hodolitsch. 

Geretsried – Herausgerissene Sitzbänke, Scherben in der Sprunggrube und überall Müll: Im Isarau-Stadion an der Jahnstraße wird in jüngster Zeit immer häufiger randaliert, berichtet Bauhofleiter Helmut Hodolitsch. An den vergangenen beiden Wochenenden habe sich die Lage enorm zugespitzt.

„Unbekannte haben insgesamt acht Bänke, die fest im Boden verdübelt sind, herausgerissen“, sagt der 58-Jährige. „Die Trainerbank wurde demoliert. Außerdem hat jemand die Scheiben und die Tür des Sprecherhäuschens eingeschlagen.“ Von den leeren Schnapsflaschen und Essensabfällen, die am Montagmorgen überall verstreut liegen, weil Jugendliche im Stadion regelmäßig wilde Partys feiern, will Hodolitsch gar nicht anfangen. „Das geht das ganze Jahr so.“

In der Sportstätte darf sich jeder Bürger aufhalten, eigentlich ist sie für sportliche Zwecke gedacht. „Abfeiern ist nicht drin“, sagt der Bauamts-Chef. Doch die Feierei nehme momentan überhand. Die Mitarbeiter des Bauhofs seien nahezu täglich im Stadion, um aufzuräumen. „Unsere Sportwarte müssen acht Plätze pflegen. Sie haben keine Zeit, sich um solche groben Verwüstungen zu kümmern“, stellt sich Hodolitsch vor seine Mitarbeiter.

Mit dem Aufruf zum sorgsameren Umgang mit den öffentlichen Sportstätten in unserer Zeitung möchte er auf das Problem aufmerksam machen. Seiner Meinung nach helfe eine Anzeige gegen Unbekannt nicht, um die Randalierer zur Vernunft zu bringen. Außerdem schaue die Polizei am Isarau-Stadion laut dem Leiter des Bauhofs nicht mehr nach dem Rechten.

Die Polizei ist auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen

Diesem Vorwurf widerspricht Emanuel Luferseder. „Immer, wenn ein Anruf bei uns eingeht, kommen wir vorbei“, sagt der stellvertretende Dienstellenleiter der Polizeiinspektion Geretsried auf Nachfrage. Die Beamten auf Streife würden das Stadion regelmäßig in Eigeninitiative kontrollieren. „Wir wissen, dass dort ein beliebter Treffpunkt ist, um Alkohol und Drogen zu konsumieren.“ Immer wieder spreche die Polizei Platzverweise aus. Allerdings gehen in der Dienststelle Luferseder zufolge wenig Beschwerdeanrufe ein, weil das Stadion nicht unmittelbar in einem Wohngebiet liegt. Daher hat der Hauptkommissar von den jüngsten Vorfällen noch nichts mitbekommen und macht deutlich: „Wer etwas Verdächtiges sieht oder hört, sollte sofort die Polizei informieren.“ In solchen Situationen sei die Polizei auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen.

Der Stadt Geretsried als Eigentümer der Sportfläche empfiehlt Luferseder entgegen Hodolitschs Ansicht, „auf jeden Fall“ Strafanzeige zu schalten. Abgesehen davon bittet er darum, die Verwüstungen wie an den vergangenen Wochenenden nicht sofort zu beseitigen, sondern ebenfalls die Polizeiinspektion zu informieren. „Diese Spuren geben möglicherweise Hinweise auf die Täter“, sagt der stellvertretende Dienststellenleiter. Magdalena Höcherl 

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