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„Wir halten zusammen“: Die Mädchen der Cheerleadergruppe an der Mittelschule. Sie feiern 20-jähriges Bestehen.

Viel Pompon zum Geburtstag

Cheerleader-Gruppe feiert 20-jähriges Bestehen

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Geretsried –Die Cheerleader-Gruppe gehört fest zur Mittelschule im Karl-Lederer-Haus. Nun feiern 32 Mädchen um Trainerin Margit Stockert ihr 20-jähriges Bestehen – natürlich zusammen mit allen bisherigen Mitgliedern.

„Wenn man etwas mit Freude macht, lernt man es schnell und macht es richtig.“ Da sind sich die Mädchen der Cheerleadergruppe der Mittelschule im Karl-Lederer-Haus einig. Und wie sieht es mit Prellungen aus? „Nein.“ Blaue Flecken? Gelächter. Lampenfieber? „Nö, wieso?“ Gut, andere Frage: Warum wird man Cheerleader? „Weil wir zusammen ganz viel Spaß haben.“ Und das schon seit 20 Jahren. Nun feiert die Gruppe runden Geburtstag.

Die Geschichte der Cheerleader begann genau genommen bereits vor 28 Jahren. „Die im Unterricht genähten Schlauchkleider und Röcke wurden damals zur Präsentation einfach nur ausgelegt. Das war fad“, sagt Handarbeitslehrerin Margit Stockert (60). Also organisierte sie kurzerhand eine Modenschau mit Musik und Tanz, in der die Mädchen von nun an ihre Arbeiten präsentierten.

Im Jahr 1996 war dann die offizielle Geburtsstunde der Cheerleadergruppe. „Wir hatten wieder eine Modenschau geplant“, sagt Stockert. Das Motto war „Mode im Wandel der Zeit“. Damals schlug eine Schülerin vor, die Cheerleadergruppe zu gründen und einzubinden. Stockert war Feuer und Flamme – noch nicht ahnend, dass sie von nun an die nächsten 20 Jahre nicht nur Handarbeitslehrerin, sondern auch Tanzkritikerin, Taxi-Fahrerin zu Tanzveranstaltungen, Organisatorin und „Pompom-Choreografin“ sein würde.

In diesem Jahr trainieren 32 Mädchen in zwei Gruppen, die sich an den Jahrgängen der Klassen orientieren. Geübrt wird eineinhalb Stunden pro Woche, Auftritte bei privaten und öffentlichen Veranstaltungen sowie Turnieren kommen hinzu. „Und wir treffen uns auch mal so, um zu tanzen“, erklärt Jenny (11), seit diesem Schuljahr Mitglied der Cheerleader.

Eine feste Trainerin haben die Mädchen nicht. „Wir denken uns die Tänze selber aus“, sagt Michelle (12), deren Mutter selbst vor einigen Jahren an der Schule getanzt hat. „Eine Choreografin würde uns zwar die Arbeit abnehmen“, sagt Selil (12). „Wir wollen das aber selbst machen.“ So entsteht die Abfolge der Tanzschritte immer in Teamwork. „Und ich gebe noch etwas Pfeffer hinzu, indem ich sage, wann die Pompons zum Einsatz kommen“, sagt Stockert. Nur auf schwierige Hebefiguren verzichten die Mädchen absichtlich. „Die Verletzungsgefahr ist zu groß.“

Lampenfieber oder Angst vor Fehlern hat keine Tänzerin. „Dafür sind wir ein Team. Einer hilft dem anderen“, sagt Selil. Apropos helfen: Die Zwölfjährige sieht sich selbst als eine Art Assistentin von Stockert. „Mir fehlt für Auftritte noch ein wenig das Selbstvertrauen“, gibt sie offen zu. „Also sorge ich dafür, das hinter den Kulissen alles klappt.“ Vielleicht ist gerade die gegenseitige Unterstützung das, was neben den Tänzen und dem Spaß die Gruppe ausmacht. Wen man auch fragt, eines sagen alle Mädchen: „Wir halten zusammen.“

Die Feier

Die Cheerleader der Mittelschule feiern ihr 20-jähriges Bestehen am Freitag, 8. Juli, von 19 Uhr bis 20.30 Uhr im Karl-Lederer-Haus an der Johann-Sebastian-Bach-Straße. Eingeladen sind alle DJs, die Mitwirkenden aller Modenschauen sowie Cheerleader seit Gruppengründung.

sh

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