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Am Neuen Platz in Geretsried wird die AfD am Samstag demonstrieren.

Polizei rechnet mit friedlicher Demo

AfD-Demos: Gab es zuletzt Krawalle in beiden Lagern?

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Geretsried – Die Polizei bereitet sich auf die Kundgebungen von AdF-Befürwortern und Gegnern in Geretsried vor. Sie rechnet nicht mit gewaltbereiten Demonstranten. Bei ähnlichen Kundgebungen in anderen Orten blieb es zuletzt auf beiden Seiten ruhig.

Im Hintergrund haben die Sicherheitskräfte einen Einsatzplan für die Kundgebungen „Das Oberland steht auf“ der Alternative für Deutschland (AfD) und der Gegendemonstration „AfD nein danke“ ausgearbeitet. Mit wie vielen Beamten kommt die Polizei am Samstag nach Geretsried? Und wie werden sich diese positionieren? Dazu schweigt die Polizei im Vorfeld – „aus taktischen Gründen, das müssen Sie verstehen“, sagt Andreas Guske, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim, auf Nachfrage.

Nur so viel: Laut Guske werden Bereitschaftspolizisten sowie Beamte aus dem Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd im Einsatz sein. Das umfasst neun Landkreise und die kreisfreie Stadt Rosenheim. „Wir werden mit ausreichender Zahl vor Ort sein“, sagt der Polizeisprecher. Grundsätzlich seien Demonstrationen für den Landkreis zwar etwas Besonderes, „für uns aber nichts Ungewöhnliches. Mit so etwas haben wir ganz oft zu tun.“

Andreas GuskeSprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.

Die Polizei erwarte zwei friedliche Demonstrationen. Personen, „die sich daneben benehmen“, würden in die Schranken gewiesen werden. Das größte Konfliktpotenzial gebe es zwischen den Gruppen der Demonstranten. „Schlimmstenfalls werden wir uns dazwischenstellen“, sagt Guske. Die Organisatoren beider Seiten betonen, an einem friedlichen Verlauf interessiert zu sein und Provokationen zu vermeiden.
 
Wie berichtet demonstriert die AfD von 14 bis 16 Uhr auf dem Neuen Platz in Geretsried zwischen der Häuserzeile und den Pavillons, gut 500 Personen werden erwartet. Die Gegner formieren sich von 14 bis 17 Uhr an der Händelstraße, sie erwarten rund 200 Teilnehmer. Die Freifläche zwischen Pavillons und Straße soll für die Sicherheitskräfte frei bleiben – als Pufferzone.
 
Auf Internetplattformen der linken und rechten Szene kursieren die Termine für die Demonstrationen. Die Polizei beobachtet die entsprechenden Seiten. „Es ist momentan nicht zu erwarten, dass viele gewaltbereite Personen nach Geretsried kommen“, sagt Polizeisprecher Guske. „Bislang haben wir darüber keine Erkenntnisse.“

Im Januar hatte der AfD-Kreisverband Oberbayern Süd schon einmal eine Demo organisiert: am 6. Januar in Kreuth zur CSU-Klausurtagung. Rund 150 Personen hielten Schilder mit Parolen wie „Stoppt Merkel“ oder „Grenzen schützen“ in die Höhe. Es gab keine Zwischenfälle. Am Mittwoch musste die Polizei in Jena dagegen im Rahmen einer AfD-Kundgebung zur Flüchtlingspolitik zu Pfefferspray greifen: Einige der rund 2000 Gegendemonstranten hatten laut Medienberichten versucht, Absperrungen zu durchbrechen. Es gab Verletzte.

Friedlich blieb die Demo der AfD im November in Passau, zu der rund 1300 Befürworter kamen. Zeitgleich protestierten 650 Personen dagegen.

In Schweinfurt hatten an diesem Tag allerdings etwa 50 AfD-Gegner spontan einen Halbkreis um einen Infostand der Partei gebildet. Die Polizei war kurz im Einsatz.

AfD-Demos in Geretsried: Bilder von den Kundgebungen

dor

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