Schüler halten sich auf dem Pausenhof vor dem Gymnasium Geretsried auf.
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Am Gymnasium Geretsried ist ein Corona-Test positiv ausgefallen.

Härtetest zum Schulstart

Coronafall am Gymnasium Geretsried: Vier Mitarbeiter in Quarantäne

  • Susanne Weiss
    vonSusanne Weiss
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Aufregung zum Schulstart am Gymnasium Geretsried: Weil ein Corona-Test positiv ausgefallen war, mussten am Montag vier Mitarbeiter in Quarantäne. Der Unterricht konnte regulär beginnen.

  • Eine Mitarbeiterin des Sekretariats wurde positiv auf Covid-19 getestet
  • Sie und drei ihrer Kollegen vom Gymnasium Geretsried befinden sich in Quarantäne
  • Für den Schulbetrieb hat der Corona-Fall keine Auswirkung

Geretsried – Das Gymnasium Geretsried musste direkt zu Beginn des neuen Schuljahres einen Härtetest bestehen. Eine Mitarbeiterin des Sekretariats ist positiv auf Covid-19 getestet worden. In der Folge ordnete das Landratsamt am Montag für sie, eine weitere Person aus dem Sekretariat und zwei Mitglieder des Lehrerkollegiums Quarantäne an. Schulleiter Christoph Strödecke verlegte die für Montag angesetzte Lehrerkonferenz auf Dienstag. Weitere Auswirkungen auf den Schulbetrieb gab es nicht.

Die Angestellte hatte sich im Rahmen von Reihentestungen, die das Landratsamt wie berichtet für Schulen etabliert hatte, abstreichen lassen, erklärt Behördensprecherin Sabine Schmid auf Nachfrage unserer Zeitung. „Von anderen Schulen im Landkreis liegen bis dato keine positiven Testergebnisse vor“, sagt sie.

Organisation stellte Schule vor Herausforderung

Der Schulleiter erfuhr am Montagmorgen von dem Coronafall. Die Kontaktermittlung dauerte bis zum späten Nachmittag. „Es war ein anstrengender Tag“, bilanziert Strödecke. Distanzunterricht habe aufgrund des Infektionsgeschehens nicht zur Debatte gestanden, betont er. Es sei lediglich die Frage gewesen, wie viele Mitarbeiter ausfallen und wie der erste Schultag mit den vorhandenen Kräften organisiert werden könne.

Allen von der Quarantäne Betroffenen gehe es gut, so Strödecke. „Wir haben Aufgaben umverteilt, und sie machen Telearbeit.“ Insofern habe der Schulbetrieb annähernd wie geplant starten können. Der Schulleiter und die Schüler der Q12 begrüßen die neuen Fünftklässler traditionell in der Turnhalle. „Das haben wir diesmal ins Freie verlegt, und alle haben Mund-Nasen-Bedeckung getragen“, berichtet Strödecke. Die Zwölftklässler hätten den Empfang „wirklich nett“ gestaltet und die Schule mit einem Weltraumflug verglichen. „Mit einem Countdown startete der Abflug in die Schule, für jede Klasse separat in ihr Klassenzimmer.“ Für die anderen Schüler begann der erste Schultag mit zwei Klassenleiterstunden. Strödeckes erster Eindruck: „Alle haben ihre Masken auf, und auch die erste Pause hat gut funktioniert.“ Wie berichtet muss an den weiterführenden Schulen in den ersten beiden Wochen durchgehend eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Um die Kontakte zwischen den Jahrgangsstufen zu minimieren, sollen diese auch ihre Pausen getrennt voneinander verbringen.

Schulleiter: „Aber es war eine Aufgabe, die zu bewältigen war.“

Neben dem Rahmenhygieneplan des Ministeriums habe das Gymnasium Geretsried einen individuellen Hygieneplan geschrieben, erklärt Strödecke. Zudem stünden der Schule zwei Hygienebeauftragte, ein Sportlehrer und ein Vater, der Internist ist, mit Rat und Tat zur Seite. Dass das Konzept direkt zum Schulstart auf die Probe gestellt wurde, „haben wir uns nicht gewünscht“, so der Schulleiter. „Aber es war eine Aufgabe, die zu bewältigen war.“ Auch der Elternbeirat habe verständnisvoll und unterstützend reagiert. Das Ziel sei, den Normalbetrieb das ganze Schuljahr über aufrecht erhalten zu können und dies mit dem Infektionsgeschehen unter einen Hut zu bekommen. Strödecke: „Die ganze Schulfamilie ist froh, dass der Betrieb anlaufen kann und wir es organisatorisch hingebracht haben.“

sw

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